Crizotinib ist ein selektiver niedermolekularer Inhibitor der ALK-Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) und ihrer onkogenen Varianten (z. B. ALK-Fusionsereignisse und bestimmte ALK-Mutationen). Des Weiteren ist Crizotinib ein Inhibitor der Hepatozyten-Wachstumsfaktor-Rezeptor (HGFR, c-Met)-RTK, ROS1 (c-ros) und Recepteur-d’Origine-Nantais (RON)-RTK.
Bei einem Dosierungsschema mit 280 mg/m2 zweimal täglich (etwa das 2-fache der empfohlenen Erwachsenendosis) ist die vor der Dosierung beobachtete Crizotinib-Konzentration (Ctrough) im Steady-State, unabhängig von den Körpergewichts-Quartilen, ähnlich. Die beobachtete mittlere Ctrough im Steady-State bei Kindern und Jugendlichen, die 280 mg/m2 zweimal täglich erhielten, beträgt 482 ng/ml, während die beobachtete mittlere Ctrough im Steady State bei erwachsenen Krebspatienten bei 250 mg zweimal täglich in verschiedenen klinischen Studien zwischen 263 und 316 ng/ml lag. Bei Kindern und Jugendlichen hat das Körpergewicht einen signifikanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von Crizotinib, wobei bei Patienten mit höherem Körpergewicht geringere Crizotinib-Expositionen beobachtet werden.
[SmPC XALKORI]
Granulat in Kapseln zum Öffnen 20 mg, 50 mg, 150 mg
Hartkapseln 200 mg, 250 mg
Präparate im Handel:
| Präparat | Darreichungsform | Stärke (Crizotinib) | Applikationsweg | Natriumgehalt | Problematische Hilfsstoffe | Anwendungshinweis | Schulungsmaterial | Altersangabe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| XALKORI® | Granulat in Kapseln zum Öffnen | 20 mg 50 mg 150 mg |
oral | k.A. | - | Einnahme nach einer Mahlzeit oder auf nüchternen Magen. Grapefruit/-saft und Johanniskraut sind zu vermeiden. |
Leitfaden und Patientenkarte | ab 1 Jahr, KOF <1,34 m2 |
| XALKORI® | Hartkapseln | 200 mg 250 mg |
oral | "natriumfrei" | - | ab 1 Jahr, KOF ≥1,34 m2 |
k.A.: keine Angabe, „natriumfrei“: weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Einheit
Die Fachinformationen wurden am 09.01.2026 aufgerufen.
Lieferengpässe für Humanarzneimittel in Deutschland (ohne Impfstoffe)
| ALK-positives anaplastisches großzelliges Lymphom (ALCL); ALK-positiver inoperabler entzündlicher myofibroblastischer Tumor (IMT) |
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Keine Informationen zur Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörung vorhanden.
In klinischen Studien mit 110 Kindern mit verschiedenen Tumorarten:
Sehr häufig (>10 %): Neutropenie, Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Hypophosphatämie, verminderter Appetit, Neuropathie, Dysgeusie, Sehstörungen, Bradykardie, Schwindel, Erbrechen, Diarrhö, Übelkeit, Obstipation, Dyspepsie, Abdominalschmerz, Transaminasenerhöhung, Anstieg der alkalischen Phosphatase im Blut, Anstieg des Kreatinins im Blut, Ödem, Müdigkeit.
Häufig (1 - 10 %): QT-Verlängerung, Ösophagitis, Hautausschlag
[SmPC XALKORI]
Sehr häufig (>10 %): Neutropenie, Anämie, Leukopenie, verminderter Appetit, Neuropathie, Dysgeusie, Sehstörungen, Schwindel, Bradykardie, Erbrechen, Diarrhö, Übelkeit, Obstipation, Abdominalschmerz, Transaminasenerhöhung, Ausschlag, Ödem, Müdigkeit
Häufig (1-10 %): Hypophosphatämie, Herzinsuffizienz, verlängertes QT-Intervall im Elektrokardiogramm, Synkope, interstitielle Lungenerkrankung, Ösophagitis, Dyspepsie, alkalische Phosphatase im Blut erhöht, Nierenzysten, Kreatinin im Blut erhöht, Testosteronspiegel im Blut vermindert
Gelegentlich (0,1-1 %): Gastrointestinale Perforation, Leberversagen, Photosensitivität, akutes Nierenversagen, Nierenversagen, Kreatinphosphokinase im Blut erhöht
Die vollständige Auflistung aller unerwünschter Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Neben Überempfindlichkeiten gegen den Wirkstoff oder einen sonstigen Bestandteil sind keine weiteren Gegenanzeigen bekannt.
Gastrointestinale Toxizität: wurde sehr häufig bei Kindern mit ALCL oder IMT berichtet; Erbrechen und Durchfall traten in klinischen Studien bei 95 % bzw. 85 % der Patienten auf. Vor der Behandlung sind Antiemetika zu verabreichen, um Übelkeit und Erbrechen zu verhindern. Standard-Antiemetika und -Antidiarrhoika werden zur Behandlung gastrointestinaler Toxizitäten empfohlen. Wenn bei Kindern Übelkeit des 3. Grades, die länger als 3 Tage anhält, oder Durchfall oder Erbrechen des 3. Grades oder 4. trotz maximaler Therapie auftreten, ist die Behandlung zu unterbrechen, bis die Symptome abklingen. Nehmen Sie Crizotinib in einer niedrigeren Dosis wieder auf. Je nach klinischer Indikation ist eine unterstützende Behandlung wie Flüssigkeits- und Elektrolytsupplementierung in Betracht zu ziehen.
Das Auftreten von schwerem Sehverlust kann möglicherweise auf eine Störung des N. opticus zurückzuführen sein. Bei Kindern mit ALCL oder IMT ist vor der Behandlung eine augenärztliche Untersuchung durchzuführen, die innerhalb von 1 Monat und danach alle 3 Monate oder bei neuen Symptomen einer Sehbehinderung nachgeholt werden sollte (einschließlich Untersuchung der Netzhaut). Bei Sehstörungen des 2. Grades ist der Patient zu überwachen und eine Dosisreduktion zu erwägen. Bei schweren Sehstörungen (3. Grad oder 4.) ist die Behandlung abzubrechen und eine augenärztliche Untersuchung durchzuführen. Es liegen nur unzureichende Informationen über das Rückfallrisiko bei Wiederaufnahme der Behandlung vor; wägen Sie den potenziellen Nutzen für den Patienten gegen die Risiken ab.
[SmPC XALKORI]
Für allgemeingültige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen informieren Sie sich bitte in den aktuellen Fachinformationen.
Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.
In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.
| BCR-ABL-Tyrosinkinase-Inhibitoren | ||
|---|---|---|
|
Sprycel®
|
L01EA02 | |
|
Glivec®, Imanivec®
|
L01EA01 | |
|
Tasigna®
|
L01EA03 | |
| Andere Proteinkinase-Inhibitoren | ||
|---|---|---|
|
Rozlytrek®
|
L01EX14 | |
|
Vitrakvi®
|
L01EX12 | |
| PROTEINKINASE-INHIBITOREN | ||
|---|---|---|
|
Sprycel®
|
L01EA02 | |
|
Rozlytrek®
|
L01EX14 | |
|
Glivec®, Imanivec®
|
L01EA01 | |
|
Vitrakvi®
|
L01EX12 | |
|
Tasigna®
|
L01EA03 | |