Buspiron gilt als kompletter Agonist präsynaptischer 5HT1A-Rezeptoren und als partieller Agonist postsynaptischer 5HT1A-Rezeptoren im ZNS.
Die folgenden pharmakokinetischen Parameter wurden nach einer Einzeldosis von 2,5-5 mg Buspiron [Edwards 2006] und im Steady State nach zweimal täglicher Gabe [Salazar 2001] gemessen:
| Studie | Edwards 2006 | Salazar 2001 | |||||
| Alter (Jahre) | 2 - 6 | 6 - 12 | 13 - 17 | ||||
| n | 20 | 12 | 12 | ||||
| Dosis (mg/d) | 2,5 - 5 | 15 | 30 | 60 | 15 | 30 | 60 |
| Cmax (ng/ml) | 1,14 ± 0,75 | 0,67 | 1,96 | 3,96 | 0,54 | 1,44 | 2,64 |
| Tmax (h) | 0,80 ± 0,40 | 1,0 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 |
| T1/2 (h) | 1,61 ± 0,32 | 1,99 | 3,13 | 2,70 | 2,90 | 3,44 | 3,37 |
| Cl/F (l/h/kg) | 87,8 ± 44,8 | - | - | - | - | - | - |
oral
≥6 Jahre bis <18 Jahre: off-label
Präparate im Handel:
| Präparat | Darreichungsform | Stärke (Buspironhydrochlorid) |
| Busp® | Tabletten | 5 mgT2 10 mgT2 |
T2: teilbar in zwei gleiche Dosen
Anwendungshinweis:
Lieferengpässe für Humanarzneimittel in Deutschland (ohne Impfstoffe)
| Angststörungen |
|---|
|
GFR ≥10 ml/min/1.73m2: Dosisanpassung nicht erforderlich.
GFR <10 ml/min/1.73m2: Eine allgemeine Empfehlung zur Dosisanpassung kann nicht gegeben werden.
Über ungewöhnliche unwillkürliche Bewegungen [Buitelaar 1998] und gelegentliche Fälle von Schlafwandeln und Alpträumen wurde berichtet [Simeon 1994]. Bei psychiatrischen präpubertären Patienten mit Angstsymptomen und mäßig aggressivem Verhalten wurde über die Zunahme von Aggression, Unruhe und euphorischer Manie berichtet [Pfeffer 1997].
Sehr häufig (>10 %): Schwindel, Kopfschmerzen, Somnolenz
Häufig (1-10 %): Albträume, Schlaflosigkeit, Schlafstörungen, Nervosität, Benommenheit, Konzentrationsstörungen, Erregung, Zorn, Feindseligkeit, Verwirrtheit, Depression, Missempfindungen (z. B. Kribbeln, Prickeln), Koordinationsstörungen, Tremor, verschwommenes Sehen, Tinnitus, Tachykardie, nichtspezifische Brustschmerzen, Halsentzündung, verstopfte Nase, Übelkeit, Mundtrockenheit, gastrointestinale Beschwerden, Diarrhö, Obstipation, Erbrechen, kalter Schweiß, Hautausschlag, Schmerzen des Bewegungsapparates (Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen), Schwächegefühl
Gelegentlich (0,1-1 %): Entfremdungserlebnisse, Unbehagen, Hyperakusis, Hochstimmung, Bewegungsdrang, Ängstlichkeit, Interessensverlust, Assoziationsstörungen, Halluzinationen, Selbstmordgedanken, Krampfanfälle, Taubheitsgefühl, Rötung der Augen, Augenjuckreiz, Konjunktivitis, Palpitation, kurze Ohnmachtsanfälle, Hypo- oder Hypertonie, übermäßig gesteigerte Atmung, Kurzatmigkeit, Brustengegefühl, verändertes Geruchsempfinden, Blähungen, Appetitlosigkeit, gesteigerter Appetit, Hypersalivation, Reizdarm, rektale Blutungen, Anstieg der Leberwerte, Ödeme, Urtikaria, Erröten, Neigung zu Blutergüssen, Haarausfall, trockene Haut, Ekzeme, Gesichtsödeme, Bläschen, Muskelkrämpfe, Muskelverspannung, Harndrang oder -verhaltung, Miktionsstörungen, Menstruationsstörungen, verminderte oder gesteigerte Libido, Gewichtszunahme, Fieber, Dröhnen im Kopf, Gewichtsabnahme, Unwohlsein, Müdigkeit, verändertes Geschmacksempfinden, Schwitzen, feuchte Hände
Selten (0,01-0,1 %): Blutbildveränderungen (Eosinophilie, Leukopenie, Thrombopenie), Galaktorrhö, Gynäkomastie, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Stimmungsschwankungen, Klaustrophobie, Kälteempfindlichkeit, Stupor, verwaschene Sprache, Psychose, transiente Erinnerungslücken, Serotonin-Syndrom, unwillkürliche Bewegungen, verlangsamte Reaktionszeit, extrapyramidale Symptome einschließlich Früh- und Spätdyskinesien, Dystonien und Rigor, Parkinsonismus, Akathisie, Restless-legs-Syndrom, Augenschmerzen, Photophobie, Druckgefühl auf den Augen, Tunnelblick, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, Kardiomyopathie, Bradykardie, Hirndurchblutungsstörungen, Nasenbluten, Angioödem, allergische Reaktionen, kleinflächige Hautblutungen, Akne, Nagelausdünnung, Muskelschwäche, Enuresis, nächtliches Wasserlassen, Amenorrhö, Unterleibsentzündungen, Ejakulationsstörungen, Impotenz, Alkoholmissbrauch, Blutgerinnungsstörungen, Stimmverlust, Schluckauf, Zungenbrennen
Sehr selten (<0,01 %): Ruhelosigkeit
Die vollständige Auflistung aller unerwünschter Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Haben Sie den Verdacht auf eine Nebenwirkung?
Die Meldung ist sehr wichtig, um das Nutzen-Risiko-Verhältnis eines Arzneimittels ständig zu überwachen. Das gilt besonders, wenn Medikamente bei Kindern außerhalb der zugelassenen Anwendung (off-label) eingesetzt werden.
[Ref.]
Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Für allgemeingültige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen informieren Sie sich bitte in den aktuellen Fachinformationen.
Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.
In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.
| Benzodiazepin-Derivate | ||
|---|---|---|
|
Tafil®
|
N05BA12 | |
|
Epaclob®, Frisium®
|
N05BA09 | |
|
Valium®
|
N05BA01 | |
|
Tavor®, Tavor® Expidet, Tolid®
|
N05BA06 | |
| ANXIOLYTIKA | ||
|---|---|---|
|
Tafil®
|
N05BA12 | |
|
Epaclob®, Frisium®
|
N05BA09 | |
|
Valium®
|
N05BA01 | |
|
Tavor®, Tavor® Expidet, Tolid®
|
N05BA06 | |