Dabrafenib ist ein antineoplastisches Mittel und ein Inhibitor der RAF-Kinasen. Onkogene Mutationen im BRAF-Gen führen zur konstitutiven Aktivierung des RAS/RAF/MEK/ERK-Signalübertragungswegs. Es wird in Kombination mit Trametinib eingesetzt.
Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Dabrafenib wurden hauptsächlich bei erwachsenen Patienten anhand der festen (Kapsel-)Formulierung ermittelt. Die Pharmakokinetik von Dabrafenib nach einmaliger oder wiederholter gewichtsabhängiger Verabreichung wurde auch bei 243 pädiatrischen Patienten untersucht. Die populationspharmakokinetische Analyse umfasste 61 Patienten im Alter von 1 bis < 6 Jahren, 77 Patienten im Alter von 6 bis < 12 Jahren und 105 Patienten im Alter von 12 bis < 18 Jahren. Die Clearance war mit der Clearance bei erwachsenen Patienten vergleichbar. Das Gewicht erwies sich als signifikante Kovariable für die Clearance von Dabrafenib. Das Alter war keine signifikante zusätzliche Kovariable. Die pharmakokinetische Dabrafenib-Exposition bei pädiatrischen Patienten in der empfohlenen gewichtsabhängigen Dosierung bewegte sich im Bereich der Exposition, die bei Erwachsenen beobachtet wurde.
[SmPC Finlee®]
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Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen 10 mg
Hartkapseln 50 mg, 75 mg
Die im Handel befindlichen Präparate enthalten in Form von Dabrafenibmesilat. Die Angabe der Wirkstoffkonzentration und Dosierung ist jeweils auf Dabrafenib bezogen.
Präparate im Handel:
| Präparat | Darreichungsform | Stärke (Dabrafenib) | Applikationsweg | Natriumgehalt | Problematische Hilfsstoffe | Aroma | Anwendungshinweis | Altersangabe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Finlee® | Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen | 10 mgT0,M0,So | oral | k.A. | Acesulfam-Kalium Benzylalkohol (<0,00078 mg) |
Beere | Entsprechende Menge an Tabletten in Wasser auflösen (5 mL stilles Trinkwasser je 1-4 Tabletten). Innerhalb 30 min verabreichen. Gefäß mit etwas Wasser nachspülen und verabreichen. Einnahme ohne Nahrung, d.h. eine Stunde vor oder zwei Stunden nach einer Mahlzeit. | Pädiatrische Patienten ab 1 Jahr |
| Tafinlar® | Hartkapseln | 50 mgT0,M0,S0 75 mgT0,M0,S0 |
oral | k.A. | - | - | Im Ganzen mit Wasser schlucken. Einnahme ohne Nahrung, d.h. eine Stunde vor oder zwei Stunden nach einer Mahlzeit. | Erwachsene |
T0: nicht teilbar, M0: nicht mörserbar, S0: nicht suspendierbar, So: sondengängig, k.A.: keine Angabe
Die Fachinformationen wurden am 20.05.2026 aufgerufen.
Lieferengpässe für Humanarzneimittel in Deutschland (ohne Impfstoffe)
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Dosis und Dosisfrequenz von onkologischen Arzneimitteln hängen von der Erkrankung ab und sind stark neuen Erkenntnissen unterworfen. Onkologische Mittel werden oftmals in Kombination verwendet. Aus diesem Grund wird auf die detaillierten Behandlungsprotokolle verwiesen, weitere Informationen hierzu finden Sie bei der Gesellschaft für pädiatrische Onkologie und Hämatologie.
| Niedrig- oder hochgradiges malignes Gliom | ||||||||||||||||||||||||||
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GFR ≥10 ml/min/1.73m2: Dosisanpassung nicht erforderlich.
GFR <10 ml/min/1.73m2: Eine allgemeine Empfehlung zur Dosisanpassung kann nicht gegeben werden.
Bei Patienten mit leichten bis mäßigen Nierenfunktionsstörungen ist keine Dosisanpassung erforderlich. Es liegen keine klinischen Daten bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen vor und die potenzielle Notwendigkeit einer Dosisanpassung kann
nicht bestimmt werden. Dabrafenib sollte bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen mit Vorsicht angewendet werden. [SmPC Finlee®]
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In klinischen Studien mit pädiatrischen Patienten, die mit Dabrafenib in Kombination mit Trametinib behandelt wurden, wurden folgende Nebenwirkungen berichtet:
Bei den am häufigsten berichteten schwerwiegenden (Grad 3/4) Nebenwirkungen handelte es sich um: Neutropenie (15 %), Pyrexie (11 %), erhöhte Transaminasen (6 %) und Gewichtszunahme (5 %). Langzeitdaten zu Wachstum und Skelettreifung bei pädiatrischen Patienten sind derzeit begrenzt.
Sehr häufig (>10 %): Paronychie, Nasopharyngitis, Hautpapillom, Neutropenie (26 %), Anämie, Leukopenie, Kopfschmerzen (47 %), Schwindel, Blutung, Husten (24 %), Bauchschmerzen (28 %), Verstopfung, Diarrhoe (34 %), Übelkeit (29 %), Erbrechen (40 %), akneiforme Dermatitis (29 %), trockene Haut (35 %), Juckreiz, Hautausschlag (49 %), Erythem, Arthralgie, Schmerzen in einer Extremität, Myalgie, Muskelkrämpfe, Pyrexie (70 %), Fatigue (36 %), Gewichtszunahme, Transaminasen erhöht (22 %)
Häufig (1-10 %): Harnwegsinfektion, Zellulitis, Thrombozytopenie, Überempfindlichkeit, Dehydratation, verminderter Appetit, verschwommenes Sehen, Sehstörung, Uveitis, verringerte Auswurffraktion, Bradykardie, Hypertonie, Hypotonie, Atemnot, Pankreatitis, Stomatitis, generalisierte exfoliative Dermatitis, Haarausfall, palmar-plantares Erythrodysästhesie-Syndrom, Follikulitis, Hautläsion, Pannikulitis, Hyperkeratose, Lichtempfindlichkeit, Myalgie, Muskelkrämpfe, Schleimhautentzündung, Gesichtsödem, Schüttelfrost, peripheres Ödem, grippeartige Erkrankung, Hyponatriämie, Hypophosphatämie, Hyperglykämie, alkalische Phosphatase im Blut/ Gammaglutamyltransferase/Kreatin-Phosphokinase im Blut erhöht
Gelegentlich (0,1-1 %): Netzhautablösung, periorbitales Ödem, atrioventrikulärer Block, Kolitis, akute febrile neutrophile Dermatose, Hautfissuren, nächtliches Schwitzen, Hyperhidrose
Das Sicherheitsprofil bei pädiatrischen Patienten stimmte weitgehend mit dem Sicherheitsprofil überein, das zuvor bei erwachsenen Patienten beobachtet wurde.
[SmPC Finlee ®]
Sehr häufig (>10 %): Papillom, verminderter Appetit, Kopfschmerzen, Husten, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hyperkeratose, Haarausfall, Hautausschlag, palmar-plantares Erythrodysästhesie-Syndrom, Arthralgie, Myalgie, Schmerzen in den Extremitäten, Pyrexie, Fatigue, Schüttelfrost, Asthenie, Nasopharyngitis, Schwindel, Bluthochdruck, Hämorrhagie, Bauchschmerzen, Verstopfung, trockene Haut, Juckreiz, Erythem, Muskelkrämpfe, peripheres Ödem, grippeartige Erkrankung, Anstieg der Alanin-Aminotransferase/ Aspartat-Aminotransferase
Häufig (1-10 %): Plattenepithelkarzinom der Haut, seborrhoische Keratose, Akrochordon (Saitenwarze), Basalzellkarzinom, Hypophosphatämie, Hyperglykämie, periphere Neuropathie (einschließlich sensorische und motorische Neuropathie), Pruritus, aktinische Keratose, Hautläsion, Photosensitivität, Potenzierung von Strahlenschäden, Harnwegsinfekt, Zellulitis, Follikulitis, Nagelbettentzündung, pustulärer Hautausschlag, kutanes Plattenepithelkarzinom, Papillom, seborrhoische Keratose, Neutropenie, Anämie, Thrombozytopenie, Leukopenie, Dehydration, Hyponatriämie, verschwommenes Sehen, Sehstörung, Uveitis, verringerte Auswurffraktion, atrioventrikulärer Block, niedriger Blutdruck, Lymphödem, Atemnot, Mundtrockenheit, Stomatitis, akneiforme Dermatitis, aktinische Keratose, Nachtschweiß, Hautläsion, Hyperhidrose, Pannikulitis, Hautfissuren, Photosensitivität, Schleimhautentzündung, Gesichtsödem, Anstieg der alkalischen Phosphatase/ Gamma-Glutamyl-Transferase/ Kreatin-Phosphokinase im Blut
Gelegentlich (0,1-1 %): neue primäre Melanome, Überempfindlichkeit, Uveitis, Pankreatitis, akute febrile neutrophile Dermatose, Nierenversagen, akutes Nierenversagen, Nephritis, Sarkoidose, Chorioretinopathie, Netzhautablösung, periorbitales Ödem, Bradykardie, Pneumonitis, Kolitis
Selten (0,01-0,1 %): hämophagozytische Lymphohistiozytose, gastrointestinale Perforation
Häufigkeit nicht bekannt: Tumorlyse-Syndrom, Myokarditis, Stevens-Johnson-Syndrom, Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen, generalisierte exfoliative Dermatitis, Tattoo-assoziierte Hautreaktionen
Die vollständige Auflistung aller unerwünschter Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Haben Sie den Verdacht auf eine Nebenwirkung?
Die Meldung ist sehr wichtig, um das Nutzen-Risiko-Verhältnis eines Arzneimittels ständig zu überwachen. Das gilt besonders, wenn Medikamente bei Kindern außerhalb der zugelassenen Anwendung (off-label) eingesetzt werden.
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Neben Überempfindlichkeiten gegen den Wirkstoff oder einen sonstigen Bestandteil sind keine weiteren Gegenanzeigen bekannt.
Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Bei Frauen im gebärfähigen Alter sollte vor Beginn der Behandlung eine angemessene Beratung über zuverlässige Methoden der Empfängnisverhütung erfolgen. Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Therapie und für 2 Wochen nach dem Absetzen von Dabrafenib sowie für 16 Wochen nach Beendigung der Behandlung mit Trametinib eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. [SmPC Finlee®]
Dermatologische Untersuchungen: vor Beginn der Therapie mit Dabrafenib, monatlich während der Behandlung und bis zu sechs Monate nach der Behandlung
Ophthalmologische Untersuchungen: während der Behandlung routinemäßig auf visuelle Anzeichen und Symptome (wie verändertes Sehvermögen, Photophobie und Augenschmerzen) untersuchen
Nierenfunktion: Serum-Kreatinin-Werte während der Therapie routinemäßig überwachen
Leberfunktion: alle vier Wochen nach Therapiebeginn für 6 Monate kontrollieren
[SmPC Finlee®]
Für allgemeingültige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen informieren Sie sich bitte in den aktuellen Fachinformationen.
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Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.
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| BCR-ABL-Tyrosinkinase-Inhibitoren | ||
|---|---|---|
|
Sprycel®
|
L01EA02 | |
|
Glivec®, Imanivec®
|
L01EA01 | |
|
Tasigna®
|
L01EA03 | |
| Anaplastische Lymphomkinase (ALK)-Inhibitoren | ||
|---|---|---|
|
Xalkori®
|
L01ED01 | |
| Andere Proteinkinase-Inhibitoren | ||
|---|---|---|
|
Rozlytrek®
|
L01EX14 | |
|
Vitrakvi®
|
L01EX12 | |
| PROTEINKINASE-INHIBITOREN | ||
|---|---|---|
|
Xalkori®
|
L01ED01 | |
|
Sprycel®
|
L01EA02 | |
|
Rozlytrek®
|
L01EX14 | |
|
Glivec®, Imanivec®
|
L01EA01 | |
|
Vitrakvi®
|
L01EX12 | |
|
Tasigna®
|
L01EA03 | |
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