Mepivacain ist ein Lokalanästhetikum vom Säureamid-Typ. Es hemmt reversibel die Übertragung von Nervenimpulsen, indem es während der Übertragung des Aktionspotentials den Natrium (Na+)-Fluss verringert bzw. blockiert. Während sich die Wirkung des Anästhetikums im Nerv ausbreitet, verringert sich schrittwiese die
Reizschwelle für die elektrische Erregbarkeit; die Anstiegsrate des Aktionspotentials verringert sich und die Reizleitung wird verlangsamt. Mepivacain hat einen raschen Wirkungseintritt, ein hohes Betäubungspotenzial und eine geringe Toxizität. Es zeigt schwach vasokonstriktive Eigenschaften, daher hält die Wirkung länger an als mit den meisten anderen Lokalanästhetika, bei Anwendung ohne Vasokonstriktor.
Bei peripheren Nervenblockaden zur Zahnbehandlung erfolgt der Wirkungseintritt von Mepivacain schnell (im Allgemeinen innerhalb von 3 bis 5 Minuten). Nach einer maxillären Infiltration hält die Betäubung der Zahnpulpa in der Regel ungefähr 25 Minuten an, nach einem inferioren Alveolarblock ungefähr 40 Minuten, während die Betäubung des Weichgewebes nach einer maxillären Infiltration bis zu 90 Minuten anhalten kann und ungefähr 165 Minuten nach einer inferioren Alveolar-Nerv-Blockade.
Es sind keine spezifischen Informationen für Kinder vorhanden.
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Injektionslösung 10 mg/mL, 20 mg/mL, 30 mg/mL
Die im Handel befindlichen Präparate enthalten Mepivacain in Form von Mepivacainhydrochlorid. Die Angabe der Wirkstoffkonzentration und Dosierung ist jeweils auf Mepivacainhydrochlorid bezogen.
Präparate im Handel (ausgewählte Beispiele):
| Präparat | Darreichungsform | Stärke (Mepivacainhydrochlorid) | Applikationsweg | Natriumgehalt | Problematische Hilfsstoffe | Anwendungshinweis | Altersangabe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Scandicain® 1 % Injektionslösung | Injektionslösung (Luerfit®-Ampullen) | 10 mg/mL | epidural, peridural, Infiltration | 3,3 mg/mL | - | Anwendung gemäß Fachinformation. | ab 2 Monaten |
| Scandicain® 1 % Fl. 50 ml | Injektionslösung (50 mL Flaschen) | 10 mg/mL | Infiltration | 3,3 mg/mL | Methyl-4-hydroxybenzoat (0,8 mg/mL) Propyl-4-hydroxybenzoat (0,2 mg/mL) |
ab 2 Monaten | |
| Scandicain ® 2 % Injektionslösung | Injektionslösung (Luerfit®-Ampullen) | 20 mg/mL | epidural, peridural, Infiltration | 2,9 mg/mL | - | ab 15 Jahren | |
| Scandicain® 2 % Fl. 50 ml | Injektionslösung (50 mL Flaschen) | 20 mg/mL | Infiltration | 2,9 mg/mL | Methyl-4-hydroxybenzoat (0,8 mg/mL) Propyl-4-hydroxybenzoat (0,2 mg/mL) |
ab 15 Jahren | |
| Scandonest 3 % ohne Vasokonstriktor | Injektionslösung | 30 mg/mL | Infiltration, perineural in der Mundhöhle | 2,47 mg/mL | - | Zahnmedizin: ab 4 Jahren, ca. 20 kg |
|
| Mepivastesin | Injektionslösung | 30 mg/mL | Infiltration, perineural in der Mundhöhle | "natriumfrei" | Zahnmedizin: ab 4 Jahren, ca. 20 kg |
„natriumfrei“: weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Einheit
Die Fachinformationen wurden am 20.10.2025 aufgerufen.
Neben den aufgeführten Präparaten befinden sich diverse weitere Fertigarzneimittel im Handel.
Lieferengpässe für Humanarzneimittel in Deutschland (ohne Impfstoffe)
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| Lokalanästhesie, Feldblockade |
|---|
| Anästhesie, epidural (kaudal) |
|---|
| Lokalanästhesie in der Zahnmedizin |
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GFR ≥10 ml/min/1.73m2: Dosisanpassung nicht erforderlich.
GFR <10 ml/min/1.73m2: Eine allgemeine Empfehlung zur Dosisanpassung kann nicht gegeben werden.
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Häufig (1-10 %): Parästhesien, Schwindel, Bradykardie, Hypotonie, Bluthochdruck, Übelkeit, Erbrechen
Gelegentlich (0,1-1 %): Anzeichen und Symptome von ZNS-Toxizität (Krämpfe, Kribbeln im Mundbereich, Taubheit der Zunge, Hör- und Sehstörungen, Bewusstlosigkeit, Zittern, Tinnitus, Sprachstörungen, Unterdrückung der Funktionen des ZNS)
Selten (0,01-0,1 %): Überempfindlichkeitsreaktionen, akute Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktischer Schock), Neuropathie, Verletzung der Nerven, Arachnoiditis, Diplopie, Herzstillstand, Herzrhythmusstörungen, Atemdepression
Die vollständige Auflistung aller unerwünschter Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
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10 mg/mL, 20 mg/mL:
Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
30 mg/mL (Zahnheilkunde):
Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Für allgemeingültige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen informieren Sie sich bitte in den aktuellen Fachinformationen.
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Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.
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