Rekombinanter Protein-Impfstoff aus virusähnlichen Partikeln des Chikungunya-Virus (CHIKV). Man geht davon aus, dass die Schutzwirkung vor einer CHIKV-Infektion eintritt, indem die Bildung neutralisierender Antikörper gegen die enthaltenen CHIKV- Proteine C, E1 und E2 induziert wird, was zur Neutralisierung des Lebendvirus führt.
Chikungunya ist eine Krankheit, die durch das Chikungunya-Virus (CHIKV) verursacht wird, das in den subtropischen Regionen Amerikas, Afrikas, Südostasiens, Indiens und der Pazifikregion vorkommt. CHIKV wird durch den Stich einer infizierten Stechmücke auf den Menschen übertragen. Die meisten Menschen, die sich mit CHIKV infizieren, bekommen plötzlich Fieber und starke Schmerzen in mehreren Gelenken. Andere Symptome können Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschwellungen oder Hautausschlag sein.
Es sind keine spezifischen Informationen für Kinder vorhanden.
Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Injektionssuspension in einer Fertigspritze
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.
Präparat im Handel:
| Präparat | Darreichungsform | Stärke je Dosis | Applikationsweg | Natriumgehalt | Problematische Hilfsstoffe | Anwendungshinweis | Altersangabe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ixchiq▼ | Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung | 0,5 mL enthalten Chikungunya-Virus (CHIKV) Δ5nsP3-Stamm (lebend, abgeschwächt) nicht weniger als 3,0 log10 TCID50 |
intramuskulär | "natriumfrei" | Saccharose Sorbitol |
Rekonstitution gemäß Fachinformation. Danach Verabreichung innerhalb von 2 h in den Deltamuskel. | ab 12 Jahren |
| Vimkunya▼ | Injektionssuspension | 0,8 mL enthalten 40 µg virusähnliche Partikel des Chikungunya-Virus, adsorbiert an wasserhaltigem Aluminiumhydroxid | intramuskulär | "natriumfrei" | Saccharose | Unmittelbar vor Gebrauch schütteln. Verabreichung in den Deltamuskel. | ab 12 Jahren |
„natriumfrei“: weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Einheit, ▼ unterliegt zusätzlicher Überwachung – Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden
Die Fachinformationen wurden am 29.07.2026 aufgerufen.
Lieferengpässe für Humanarzneimittel in Deutschland (ohne Impfstoffe)
Aktuelle Impfempfehlungen siehe RKI.
| Aktive Immunisierung gegen das Chikungunya-Virus bei Personen mit hohem Risiko |
|---|
Keine Informationen zur Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörung vorhanden.
Häufigste Nebenwirkungen bei Kindern im Alter von 12 bis 18 Jahren: Kopfschmerzen (51,0 %), Muskelschmerzen (26,9 %), Fieber (24,1 %), Müdigkeit (22,3 %), Übelkeit (15,9 %) und Gelenkschmerzen (12,9 %). [SmPC Ixchiq]
Es liegen Berichte über schwerwiegende neurologische Nebenwirkungen vor, darunter Enzephalitis und Meningitis. [DHPC 2026]
Ixchiq:
Sehr häufig (>10 %): Kopfschmerzen, Übelkeit, Myalgie, Arthralgie, Ermüdung/Fatigue, Fieber, Reaktionen an der Impfstelle (Empfindlichkeit, Schmerzen, Erythem, Verhärtung, Schwellung), verminderte Anzahl weißer Blutkörperchen, erhöhter Leberfunktionstest (einschließlich ALT, AST erhöht)
Häufig (1-10 %): Lymphadenopathie, Schwindelgefühl, Augenschmerzen, Erbrechen, Diarrhö, Ausschlag, Rückenschmerzen, Schüttelfrost
Gelegentlich (0,1-1 %): Thrombozytopenie, Parästhesie, Synkope, Tinnitus, Atemnot, Hyperhidrose, Asthenie, periphere Ödeme, Unwohlsein, verminderter Appetit
Selten (0,01-0,1 %): hypovolämische Hyponatriämie, Verwirrtheit
Häufigkeit nicht bekannt: Enzephalopathie, Enzephalitis, aseptische Meningitis
Vimkunya:
Sehr häufig (>10 %): Schmerzen an der Injektionsstelle, Ermüdung/Fatigue, Kopfschmerzen, Myalgie
Häufig (1-10 %): Schüttelfrost, Unwohlsein, Arthralgie, Übelkeit
Gelegentlich (0,1-1 %): Rötung/Schwellung/blauer Fleck an der Injektionsstelle, Fieber, Schwindelgefühl, Nasenverstopfung, Ausschlag
Selten (0,01-0,1 %): Parästhesie, Schmerz in einer Extremität, Diarrhö, Lippe geschwollen, Lymphadenopathie, Gastroenteritis, Schmerzen im Oropharynx, Rhinorrhö
Die vollständige Auflistung aller unerwünschter Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Haben Sie den Verdacht auf eine Nebenwirkung?
Die Meldung ist sehr wichtig, um das Nutzen-Risiko-Verhältnis eines Arzneimittels ständig zu überwachen. Das gilt besonders, wenn Medikamente bei Kindern außerhalb der zugelassenen Anwendung (off-label) eingesetzt werden.
Die Anwendung bei Patienten mit beeinträchtigter oder unterdrückter Immunfunktion ist kontraindiziert [DHPC 2026].
Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Im Juli 2026 wurde eine DHPC zum Chikungunya-Impfstoff Ixchiq veröffentlicht. Nach Berichten über schwerwiegende neurologische Nebenwirkungen, darunter Enzephalitis und Meningitis, wurde die Indikation eingeschränkt. Ixchiq darf nur bei Personen ab 12 Jahren angewendet werden, die einem hohen Risiko einer Chikungunya-Infektion ausgesetzt sind. Die Anwendung bei Patienten mit beeinträchtigter oder unterdrückter Immunfunktion ist kontraindiziert. Eine gleichzeitige Verabreichung mit anderen Impfstoffen wird nicht empfohlen. [DHPC 2026]
Beachte: Rote-Hand-Brief vom 18.09.2025 (Rote-Hand-Brief zu IXCHIQ® (Chikungunya-Impfstoff (lebend-attenuiert)): Aufhebung der vorübergehenden Kontraindikation bei Erwachsenen ab 65 Jahren; Warnung vor schweren Nebenwirkungen, einschließlich Enzephalitis.
Beachte: Rote-Hand-Brief vom 14.07.2026 (Rote-Hand-Brief zu IXCHIQ® (Chikungunya-Impfstoff, lebend)): Anwendung
eingeschränkt auf Personen mit hohem Risiko für eine Chikungunya-Infektion.
Für allgemeingültige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen informieren Sie sich bitte in den aktuellen Fachinformationen.
Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.
In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.