Melatonin

Wirkstoff
Melatonin
Handelsname
Circadin®, Mellozzan®, Pinealin®, Slenyto®, Voquily®
ATC-Code
N05CH01

Zulassung
Dosierungsempfehlungen

Präparate
Pharmakodynamik und -kinetik
Nierenfunktionsstörungen
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Kontraindikationen
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wechselwirkungen
Wirkstoffe der gleichen ATC-Klasse
Referenzen
Änderungsverzeichnis

Pharmakodynamik

Melatonin gehört zur Gruppe der Psycholeptika und ist ein Melatonin-Rezeptor-Agonist. Melatonin ist ein natürlicherweise vorkommendes Hormon, das von der Zirbeldrüse produziert wird und mit Serotonin strukturverwandt ist. Physiologisch steigt die Melatoninsekretion bald nach Einsetzen der Dunkelheit, gipfelt um 2 bis 4 Uhr nachts und fällt in der zweiten Nachthälfte dann wieder ab. Melatonin ist assoziiert mit der Steuerung des zirkadianen Rhythmus und der Synchronisation der inneren Uhr mit dem Tag-Nacht-Zyklus. Es ist ebenfalls assoziiert mit einer schlafanstoßenden Wirkung und einer Erhöhung der Schlafneigung. 

Pharmakokinetik bei Kindern

Quelle [Goldman 2014] (immediate-release) [SmPC Melatonin Tiofarma] [SmPC Slenyto] (prolonged release)
Alter 3 - 8 Jahre (n=9) 3 - 12 Jahre 7 - 15 Jahre
Cmax (pg/mL) 2,5 - 11,6  k.A. 410
Tmax (h) 0,6 - 0,7 k.A. 2
t1/2 (h) 1,0 - 1,3 0,7 - 1,3 3,5 - 4 (terminal t1/2)
Cl (mL/h/kg) 12,6 - 14,2 2 - 14 k.A.
Vd (mL/kg) 17,0 - 28,8  2,3 - 38 k.A.

k.A.= keine Angabe

Zulassung der Dosierungsempfehlungen

  • Schlafstörungen (Insomnie) im Zusammenhang mit verzögerter Schlaf-Wach-Rhythmus-Störung (mit oder ohne Autismus-Spektrum-Störung (ASS) oder neurogenetischen Störungen oder ADHS)
    • oral

      • ≥1 Monat bis 18 Jahre: off-label (unretardierte Tabletten; bei Kindern mit oder ohne Autismus-Spektrum-Störung (ASS) oder neurogenetischen Störungen)

      • ≥1 Monat bis 6 Jahre: off-label (unretardierte Tabletten; bei Kindern mit ADHS)

      • ≥6 Jahre bis <18 Jahre:  zugelassen (unretardierte Tabletten; bei Kindern mit ADHS)

         

  • Schlafstörungen (Insomnie) bei Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) und/oder Smith-Magenis-Syndrom
    • oral

      • ≥2 Jahre bis <18 Jahre: zugelassen (retardierte Tabletten)
  • Prozedurale Sedierung für ein EEG
    • oral
      • ≥1 Monat bis 18 Jahre: off-label

Auszug aus Fachinformation Auszug aus Fachinformation

Textauszug aus Fachinformation

Oral zur Behandlung von Einschlafstörungen (Insomnie) bei Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 17 Jahren mit ADHS, wenn Schlafhygienemaßnahmen unzureichend waren.

Kinder unter 6 Jahren:
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Melatonin in Kindern im Alter von 0-6 Jahren wurde nicht nachgewiesen.

Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren:
Unabhängig vom Alter beträgt die empfohlene Anfangsdosis 0,5 mg bis 2 mg Melatonin einmal täglich 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen. Die Melatonindosis kann schrittweise in wöchentlichen Abständen erhöht werden, bis eine ausreichende Wirkung erzielt wird. Die niedrigste wirksame Dosis ist anzustreben. Die maximale Dosis darf 5 mg nicht überschreiten.

[Ref.]

Oral bei Schlafstörungen (Insomnie) bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 2–18 Jahren mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) und/oder neurogenetischen Störungen mit abweichender diurnaler Melatonin-Sekretion und/oder nächtlichem Erwachen, wenn Schlafhygienemaßnahmen unzureichend waren.

Kinder unter 2 Jahren:
Es gibt zur Behandlung von Schlafstörungen keinen relevanten Nutzen von Melatonin bei Kindern im Alter von 0 bis 2 Jahren.

Kinder und Jugendliche ab 2 Jahren:
Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 2 mg. Bei unzureichendem Ansprechen sollte die Dosis auf 5 mg erhöht werden. Die maximale Dosis beträgt 10 mg. 

[Ref.]

weitere zugelassene Indikationen bei Erwachsenen:
- Kurzzeitbehandlung von Jetlag

[Ref.]

Präparate im Handel

Tabletten 0,5 mg, 1 mg, 2 mg, 3 mg, 4 mg, 5 mg
Retardtabletten 1 mg, 2 mg, 5 mg
Lösung zum Einnehmen 1 mg/mL

Präparate im Handel (ausgewählte Beispiele):

Präparat Darreichungsform Stärke (Melatonin) Applikationsweg Natriumgehalt Problematische Hilfsstoffe Aroma Anwendungshinweis Altersangabe
Voquily® Lösung zum Einnehmen 1 mg/mL oral k.A. Propylenglykol
Sorbitol
Sucralose
Erdbeere Es sollte auf nüchternen Magen eingenommen werden, bzw. eine Stunde vor und nach der Einnahme keine Nahrung zu sich genommen werden.  Kinder mit ADHS im Alter von 6 bis 17 Jahren
Mellozzan® Tabletten 0,5 mgT0,M0
1 mgT0,M0
2 mgT0,M0
3 mgT0,M0
4 mgT0,M0
5 mgT0,M0
oral k.A. - - Die Tabletten können zum Einnehmen zerkleinert und in Wasser suspendiert werden. Kinder mit ADHS im Alter von 6 bis 17 Jahren
Slenyto® Retardtabletten 1 mgT0,M0
5 mgT0,M0
oral k.A. Lactose - Tabletten dürfen nicht zerbrochen, zerdrückt oder zerkaut werden.
Tabletten können in Lebensmittel wie Joghurt, Orangensaft oder Eiscreme gegeben werden, um das Schlucken zu erleichtern und die Compliance zu verbessern.
Kinder mit ASS im Alter von 2 bis 18 Jahre
Circadin Retardtabletten 2 mgT0,M0 oral k.A. Lactose - Tabletten dürfen nicht zerdrückt oder zerkaut werden. Erwachsene mit Insomnie ab 55 Jahren


T0: nicht teilbar, T2: teilbar in zwei gleiche Dosen, M0: nicht mörserbar, k.A.: keine Angabe

Die Fachinformationen wurden am 05.02.2026 aufgerufen.

Neben den aufgeführten Präparaten befinden sich diverse weitere Fertigarzneimittel im Handel.

Rezepturhinweise

Es gibt eine NRF-Rezepturvorschrift:

Außerdem gibt es eine Herstellvorschrift der Apotheke des Uniklinikums Heidelberg für eine Melatonin-Lösung 1 mg/ml.

Lieferengpässe/weitere praktische Informationen

Lieferengpässe für Humanarzneimittel in Deutschland (ohne Impfstoffe)

Dosierungsempfehlungen

Schlafstörungen (Insomnie) im Zusammenhang mit verzögerter Schlaf-Wach-Rhythmus-Störung (mit oder ohne Autismus-Spektrum-Störung (ASS) oder neurogenetischen Störungen oder ADHS)
  • Oral
    • 1 Monat bis 2 Jahre
      [1] [3] [4] [5] [9] [11] [12] [13] [15] [20] [21] [22]
      • Maximale chronobiotische Wirkung (phase advance): 0,1 - 0,5 mg/Tag in 1 Dosis
      • Anwendungshinweis:

        Die Einnahme sollte 4 - 6 Stunden vor dem Zubettgehen erfolgen.

      • off-label

    • 2 Jahre bis 18 Jahre
      [15] [20] [21] [22] [24]
        • Maximale chronobiotische Wirkung (phase advance):
          • 0,5 mg/Tag in 1 Dosis, 4 - 6 Stunden vor dem Zubettgehen.
        • Kombination von schlaffördernden und chronobiotischen Wirkungen:
          • Initialdosis: 1 mg/Tag in 1 Dosis vor dem Zubettgehen.
          • Erhaltungsdosis: 1 - 3 mg/Tag in 1 Dosis vor dem Zubettgehen. Falls erforderlich, bis zu einem Maximum von 5 mg/Tag erhöhen.
      • teilweise off-label (siehe Zulassung)

Schlafstörungen (Insomnie) bei Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) und/oder neurogenetischen Störungen [SmPC Slenyto]
  • Oral
    • Retardtablette
      • 2 Jahre bis 18 Jahre
        [11]
        • Initialdosis: 2 mg/Tag in 1 Dosis
        • Erhaltungsdosis: 5 mg/Tag in 1 Dosis. Max: 10 mg/Tag.
        • Anwendungshinweis:

          Die Einnahme sollte 0,5 - 1 Stunde vor dem Zubettgehen erfolgen.

          Nach einer Behandlungsdauer von mindestens 3 Monaten sollte der Behandlungseffekt bewertet und ein Abbruch der Behandlung in Betracht gezogen werden, wenn kein klinisch relevanter Behandlungseffekt festgestellt wird. Wird nach der Titration auf eine höhere Dosis ein geringerer Behandlungseffekt festgestellt, sollte zunächst eine Herabtitrierung auf eine niedrigere Dosis erwogen werden, bevor über ein vollständiges Absetzen der Behandlung entschieden wird.

Prozedurale Sedierung für ein EEG
  • Oral
    • 1 Monat bis 6 Monate
      [18] [23]
      • 0,2 - 0,3 mg/kg/Tag, einmalig.
      • off-label

    • 6 Monate bis 18 Jahre und < 10 kg
      [18] [23]
      • 0,2 - 0,3 mg/kg/Dosis, einmalig. Falls erforderlich, kann eine 2. Dosis mit 0,1 - 0,15 mg/kg/Dosis verabreicht werden, wenn das Kind nach 45 Minuten noch nicht eingeschlafen ist. Maximale kumulative Dosis: 10 mg.
      • off-label

    • 6 Monate bis 18 Jahre und 10 bis 15 kg
      [18] [23]
      • 2 - 3 mg/Dosis, einmalig. Falls erforderlich, kann eine 2. Dosis mit 1 - 1,5 mg/Dosis verabreicht werden, wenn das Kind nach 45 Minuten noch nicht eingeschlafen ist. Maximale kumulative Dosis: 10 mg.
      • off-label

    • 6 Monate bis 18 Jahre und ≥ 15 kg
      [18] [23]
      • 4 - 6 mg/Dosis, einmalig. Falls erforderlich, kann eine 2. Dosis mit 2 - 3 mg/Dosis verabreicht werden, wenn das Kind nach 45 Minuten noch nicht eingeschlafen ist. Maximale kumulative Dosis: 10 mg.
      • off-label

Nierenfunktionsstörungen bei Kindern > 3 Monate

GFR ≥10 ml/min/1.73m2: Dosisanpassung nicht erforderlich.

GFR <10 ml/min/1.73m2: Eine allgemeine Empfehlung zur Dosisanpassung kann nicht gegeben werden.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen bei Kindern

Enuresis, Diarrhoe, Hypothermie [Bruni 2015]

Häufigste Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Hyperaktivität, Schwindelgefühl, Abdominalschmerzen [SmPC Pinealin] 

1 - 10 %: Schläfrigkeit, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Aggression und Kater treten bei 1:100 - 1:10 Kindern auf. [EPAR Slenyto, Maras 2018]

Häufigkeit nicht bekannt, bei Off-Label-Anwendung der Formulierung für Erwachsene: Epilepsie, Sehstörungen, Dyspnoe, Epistaxis, Verstopfung, verminderter Appetit, geschwollenes Gesicht, Hautläsion, abnormes Gefühl, abnormales Verhalten und Neutropenie (2 mg mit verlängerter Wirkstofffreisetzung). Depression, Albträume, Unruhe und Bauchschmerzen (2-6 mg, Autismus-Spektrum-Störung (ASS) und neurogenetische Erkrankungen). [EPAR Slenyto]

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen allgemein

Häufig (1-10 %): Kopfschmerzen, Somnolenz

Gelegentlich (0,1-1 %): Reizbarkeit, Nervosität, Ruhelosigkeit, Schlafstörungen (Insomnie), ungewöhnliche Träume, Albträume, Angstzustände, Migräne, Lethargie, psychomotorische Hyperaktivität, Schwindelgefühl, Hypertonie, Bauchschmerzen, Abdominalschmerz im Oberbauch, Dyspepsie, Mundulzeration, Mundtrockenheit, Übelkeit, Hyperbilirubinämie, Dermatitis, Nachtschweiß, Pruritus, Hautausschlag, generalisierter Pruritus, trockene Haut, Schmerzen in den Extremitäten, Glykosurie, Proteinurie, menopausale Beschwerden, Asthenie, Schmerzen in der Brust, anormaler Leberfunktionstest, Gewichtszunahme

Selten (0,01-0,1 %): Herpes zoster, Leukopenie, Thrombozytopenie, Hypertriglyzeridämie, Hypocalzämie, Hyponatriämie, Stimmungsschwankungen, Aggression, Agitiertheit, Weinen, Stresssymptome, Desorientiertheit, frühes Erwachen am Morgen, gesteigerte Libido, depressive Stimmung, Depression,  Synkope, Gedächtnisstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen, Verträumtheit, Restless-Legs-Syndrom, schlechter Schlaf, Parästhesie, verminderte Sehschärfe, verschwommenes Sehen, vermehrter Tränenfluss, Lagerungsschwindel, Vertigo, Angina pectoris, Palpitationen, Hitzewallungen, gastroösophageale Refluxkrankheit, Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts, Blasenbildung der Mundschleimhaut, Zungengeschwür, Magen-Darm-Verstimmung, Erbrechen, anormale Darmgeräusche, Blähungen, vermehrter Speichelfluss, Mundgeruch, abdominale  Beschwerden, Magenbeschwerden, Gastritis, Ekzem, Erythem, Dermatitis an den Händen, Psoriasis, generalisierter Ausschlag, juckender Ausschlag, Nagelerkrankungen, Arthrose, Muskelkrämpfe, Nackenschmerzen, nächtliche Krämpfe, Polyurie, Hämaturie, Nykturie, Priapismus, Prostatitis, Abgeschlagenheit, Schmerzen, Durst, erhöhte Leberenzymwerte, Elektrolyte im Blut anormal, anormaler Labortest

Häufigkeit nicht bekannt: Überempfindlichkeitsreaktion, Hyperglykämie, Halluzinationen, Schläfrigkeit, Sedierung, Angioödem, Ödem im Mund, Zungenödem, Galaktorrhö

Die vollständige Auflistung aller unerwünschter Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Kontraindikationen allgemein

Neben Überempfindlichkeiten gegen den Wirkstoff oder einen sonstigen Bestandteil sind keine weiteren Gegenanzeigen bekannt.

Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen bei Kindern

Bei Kindern mit Epilepsie mit schweren neurologischen Störungen wurden Krämpfe berichtet. Es liegen keine Daten zu den Langzeitwirkungen bei Kindern vor.

Wenn Melatonin zur Behandlung eines verzögerten Schlafphasensyndroms eingesetzt wird, ist dies nur sinnvoll, wenn dies durch eine Verhaltenstherapie ergänzt wird, bei der auf die Schlafhygiene, die Einhaltung strenger Schlafenszeiten und eine optimale Lichtexposition am Morgen geachtet wird.

Die optimale Einnahmezeit hängt von der eigenen Melatoninproduktion ab. Dies kann auf der Grundlage von Schlafuhrkalendern, Aktigraphie oder DLMO-Bestimmung (Dim Light Melatonin Onset) geschätzt werden.

Für einen früheren Einschlafzeitpunkt kann die Einnahme schrittweise vorverlegt werden. Im  Durchschnitt verschiebt sich der Rhythmus alle 2-3 Tage um 30 Minuten.

Bei Langzeitanwendung: Unterbrechen Sie die Behandlung einmal pro Jahr, nachdem ein normaler Schlafzyklus erreicht wurde (vorzugsweise im Sommer), um festzustellen, ob Melatonin noch benötigt wird.

Bei Wirkungsverlust trotz anfänglich guter Wirkung: Es wird geraten, die Behandlung für einige Tage abzusetzen und mit einer niedrigeren Dosis neu zu beginnen.
Grund: Durch eine verminderte Aktivität von CYP1A2 kann es bereits bei niedrigen Dosen zu einer Akkumulation von Melatonin kommen, wodurch der circadiane Melatonin Rhythmus verloren gehen kann. [Bruni O 2015]

Melatonin als Hypnotikum sollte grundsätzlich so kurz wie möglich angewendet werden. Bei jedem Arztbesuch sollte evaluiert werden, ob eine Verhaltenstherapie den Einsatz von Melatonin ersetzen kann.

Es wurden keine langfristigen Auswirkungen von exogenem Melatonin auf die geistige Entwicklung oder die Pubertät festgestellt. [Boss 2023]

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen allgemein

Für allgemeingültige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen informieren Sie sich bitte in den aktuellen Fachinformationen.

Wechselwirkungen

Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.

HYPNOTIKA UND SEDATIVA

In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.

Aldehyde und Derivate

Chloralhydrat

Chloraldurat®
N05CC01
Benzodiazepin-Derivate

Midazolam

Dormicum®, Buccolam®
N05CD08

Nitrazepam

Mogadan®
N05CD02
Andere Hypnotika und Sedativa

Dexmedetomidin

Dexdor®
N05CM18

Doxylamin

Sedaplus®, WICK MediQuil
N05CM21, weiterer ATC-Code: N05CM27
HYPNOTIKA UND SEDATIVA

Chloralhydrat

Chloraldurat®
N05CC01

Dexmedetomidin

Dexdor®
N05CM18

Doxylamin

Sedaplus®, WICK MediQuil
N05CM21, weiterer ATC-Code: N05CM27

Midazolam

Dormicum®, Buccolam®
N05CD08

Nitrazepam

Mogadan®
N05CD02

Referenzen

  1. Van der Heijden KB, et al, Effect of melatonin on sleep, behavior, and cognition in ADHD and chronic sleep-onset insomnia, J Am Acad Child Adolesc Psychiatry, 2007, Feb;46(2), 233-41
  2. Tjon Pian Gi CV, et al, Melatonin for treatment of sleeping disorders in children with attention deficit/hyperactivity disorder: a preliminary open label study, Eur J Pediatr, 2003, Jul;162(7-8), 554-5
  3. Weiss MD, et al, Sleep hygiene and melatonin treatment for children and adolescents with ADHD and initial insomnia, J Am Acad Child Adolesc Psychiatry, 2006, May;45(5), 512-9
  4. Wasdell MB, et al, A randomized, placebo-controlled trial of controlled release melatonin treatment of delayed sleep phase syndrome and impaired sleep maintenance in children with neurodevelopmental disabilities, J Pineal Res, 2008, Jan;44(1), 57-64
  5. Garstang J, et al, Randomized controlled trial of melatonin for children with autistic spectrum disorders and sleep problems, Child Care Health Dev, 2006, Sep;32(5), 585-9
  6. Hancock E, et al, Effect of melatonin dosage on sleep disorder in tuberous sclerosis complex, J Child Neurol, 2005, Jan;20(1), 78-80
  7. Braam W, et al, Melatonin decreases daytime challenging behaviour in persons with intellectual disability and chronic insomnia, J Intellect Disabil Res., 2010, Jan 1;54(1), 52-9
  8. Coppola G, et al, Melatonin in wake-sleep disorders in children, adolescents and young adults with mental retardation with or without epilepsy: a double-blind, cross-over, placebo-controlled trial., Brain Dev. , 2004, Sep;26(6):, 373-6
  9. Dodge NN, et al, Melatonin for treatment of sleep disorders in children with developmental disabilities, J Child Neurol., 2001, Aug;16(8), 581-4
  10. RAD Neurim Pharmaceuticals EEC SARL, SmPC Circadin 2mg Retardtablette (EU/1/07/392/001-004), 09/2019
  11. RAD Neurim Pharmaceuticals EEC Limited, SmPC Slenyto (EU/1/18/1318/001-004) 10-10-2018, 08/2024
  12. Bruni O, et al., Current role of melatonin in pediatric neurology: clinical recommendations, Eur J Paediatr Neurol, 2015, 19, 122-33
  13. Goldman SE, et al, Melatonin in children with autism spectrum disorders: endogenous and pharmacokinetic profiles in relation to sleep, J Autism Dev Disord, 2014, Oct;44(10), 2525-35
  14. RAD Neurim Pharmaceuticals EEC SARL, SmPC Slenyto 1 mg/5 mg Retardtabletten (EU/1/18/1318/001), 11/2025
  15. Jalilolghadr S, et al. , The effect of treatment with melatonin on primary school aged children with difficulty in initiation and maintenance of sleep., Turk J Pediatr., 2022, 64(6), 993-1000
  16. Maras A, et al., Long-Term Efficacy and Safety of Pediatric Prolonged-Release Melatonin for Insomnia in Children with Autism Spectrum Disorder., J Child Adolesc Psychopharmacol, 2018, 28(10), 699-710
  17. European Medicins Agency, European Public Assessment Report (EPAR) Slenyto , www.ema.europa.eu, 2018
  18. Ahmed J, et al., Melatonin for non-operating room sedation in paediatric population: a systematic review and meta-analysis., Arch Dis Child., 2022, 107(1), 78-85
  19. Tiofarma BV, SmPC Melatonine (RVG 120771) 22-04-2021, www.geneesmiddeleninformatiebank.nl
  20. Rolling J, et al., Melatonin Treatment for Pediatric Patients with Insomnia: Is There a Place for It?, Nat Sci Sleep, 2022, 14, 1927-44
  21. Wei S, et al., Efficacy and safety of melatonin for sleep onset insomnia in children and adolescents: a meta-analysis of randomized controlled trials., Sleep medicine, 2020, 68, 1-8
  22. Mombelli S, et al., Non-pharmacological and melatonin interventions for pediatric sleep initiation and maintenance problems: A systematic review and network meta-analysis. , Sleep Med Rev., 2023, 70, 101806
  23. Lalwani S, et al., Efficacy and tolerability of Melatonin vs Triclofos to achieve sleep for pediatric electroencephalography: A single blinded randomized controlled trial., Eur J Paediatr Neurol., 2021, 34, 14-20
  24. AGB-Pharma AB, SmPC Pinealin® 0,5/1/2/3/4/5 mg Tabletten (7011226.00.00), 12/2023
  25. MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, SmPC Mellozzan® 0,5/1/2/3/4/5 mg Tabletten (7012468.00.00), 11/2024
  26. Clinigen Healthcare B.V., SmPC Voquily 1 mg/mL Lösung zum Einnehmen (7004705.00.00), 02/2024

Änderungsverzeichnis

  • 08 Oktober 2024 08:11: Ergänzung des Präparates Voquily 1 mg/mL Lösung zum Einnehmen
  • 21 Juni 2024 11:23: Die verfügbare Literatur zur Anwendung von Melatonin bei Kindern wurde überprüft. Dies hat zu einer neuen Indikation: Schlafstörungen (Insomnie) im Zusammenhang mit verzögerter Schlaf-Wach-Rhythmus-Störung (mit oder ohne Autismus-Spektrum-Störung (ASS) oder neurogenetischen Störungen oder ADHS), der Aktualisierung von PK-Daten, Nebenwirkungen, Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen bei Kindern geführt.
  • 27 Mai 2024 16:56: Mellozzan© (0,5/1/2/3/4/5 mg) Tabletten und Pinealin© (0,5/1/2/3/4/5 mg) Tabletten neu hinzugefügt.
  • 23 Oktober 2020 16:16: Es wurde die zugelassene Indikation des Präparates Slenyto® in der Monographie ergänzt.
  • 14 Oktober 2019 09:22: Slenyto® 1mg, 5mg, leicht schluckbare retardierte Melatonin-Minitabletten neu hinzugefügt.
  • 14 Oktober 2019 09:22: Die verfügbare Literatur zur Anwendung von Melatonin bei Kindern wurde neu evaluiert. Dies hat zu einer Dosisanpassung, dem Hinzufügen von PK-Daten, Nebenwirkungen, Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen bei Kindern geführt.
  • 14 Oktober 2019 09:22: Die verfügbare Literatur zur Anwendung von Melatonin bei Kindern wurde überprüft. Dies hat zu einer Dosisanpassung, der Ergänzung von PK-Daten, Nebenwirkungen, Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen bei Kindern geführt.

Therapeutisches Drug Monitoring (TDM)


Überdosierung