Artesunat ist ein Antiprotozoikum und Artemisinin-Derivat zur Behandlung der schweren Malaria. Es wird allgemein angenommen, dass die Antimalaria-Aktivität von Artesunat von einer Aktivierung abhängig ist, die eine eisenvermittelte Spaltung der Endoperoxidbrücke von Dihydroartemisinin (DHA) zur Erzeugung eines instabilen freien organischen Radikals gefolgt von Alkylierung beinhaltet, wobei das freie Radikal an Proteine des Malariaerregers bindet, was letztendlich zu einer Schädigung der parasitären Membranen führt.
Es sind keine spezifischen Informationen für Kinder vorhanden.
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Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung 110 mg (nach Rekonstitution: 10 mg/mL)
Präparat im Handel:
| Präparat | Darreichungsform | Stärke (Artesunat) | Applikationsweg | Natriumgehalt | Problematische Hilfsstoffe | Anwendungshinweis | Altersangabe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Artesunate Amivas ▼ | Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung | 110 mg (nach Rekonstitution: 10 mg/mL) | intravenös | 193 mg Natrium pro empfohlener Einzeldosis für einen Erwachsenen mit einem Gewicht von 60 kg | - | Rekonstitution gemäß Fachinformation. Die rekonstituierte Lösung sollte innerhalb von 1,5 Stunden nach der Zubereitung verwendet werden. Verabreichung als langsame Bolusinjektion über 1-2 Minuten. |
ab Neugeborenenalter |
▼ unterliegt zusätzlicher Überwachung – Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden
Die Fachinformationen wurden am 30.04.2026 aufgerufen.
Lieferengpässe für Humanarzneimittel in Deutschland (ohne Impfstoffe)
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| Therapie der komplizierten Malaria |
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Keine Informationen zur Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörung vorhanden.
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Reversible Blutbildanomalien: verzögerte oder anhaltende hämolytische Anämie (erhöhtes Risiko bei Hyperparasitämie und bei Kleinkindern im Alter von 6 Monaten bis 10 Jahren; ca. 7 %).
Sehr häufig (>10 %): Anämie, reduzierte Retikulozytenzahl nach der Behandlung, verzögerte Hämolyse nach der Behandlung mit Artesunat (PADH)
Häufig (1-10 %): Rhinitis, Schwindel, Dysgeusie, Kopfschmerzen, Bradykardie, Hypotonie, Phlebitis, Husten, Bauchschmerzen, Diarrhö, Erbrechen, Hyperbilirubinämie, Gelbsucht, Hämoglobinurie, akutes Nierenversagen, Fieber, AKT / AST erhöht
Gelegentlich (0,1-1 %): Anorexie, Hitzegefühl/Gesichtsrötung, Übelkeit, Verstopfung, Stevens-Johnson-Syndrom, Pruritus, Hautausschlag, Urtikaria, Müdigkeit, Schmerzen an der Injektionsstelle
Häufigkeit nicht bekannt: Immunhämolytische Anaphylaxie, Elektrokardiogramm QT verlängert, Anaphylaxie
Die vollständige Auflistung aller unerwünschter Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
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Neben Überempfindlichkeiten gegen den Wirkstoff, andere Artemisinin-haltige Antimalariamittel oder einen sonstigen Bestandteil sind keine weiteren Gegenanzeigen bekannt.
Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Hämolyse und Anämie können noch 14-28 Tage nach der Behandlung mit Artesunat auftreten. Daher sollte der Hämoglobinspiegel in den ersten 4 Wochen nach der Behandlung überwacht werden.
Für allgemeingültige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen informieren Sie sich bitte in den aktuellen Fachinformationen.
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Artesunat ist ein Substrat von P-Glykoprotein und UDP-Glycosyltransferase (UGT).
| Interaktionspartner | Grund | Handlungsempfehlung |
| andere Artemisinin-haltige Antimalariamittel (Artemether + Lumefantrin) | Additive toxische Effekte. | Kombination vermeiden. Falls Kombination unvermeidbar, sollten Patienten hinsichtlich möglicher Toxizitäten, inkl. QT-Zeit-Verlängerung überwacht werden. |
| Dapson | Erhöhtes Risiko für hämolytische Reaktionen. | Kombination vermeiden. Falls Kombination unvermeidbar, sollten Patienten hinsichtlich möglicher hämolytischer Symptome überwacht werden. |
| UGT-Inhibitoren, z. B. Atazanavir, Diclofenac, Valproinsäure | Hemmung des Metabolismus von Artesunat. Erhöhte Serumkonzentration und (stark) verstärkte Wirkung von Artesunat möglich. | Falls Kombination unvermeidbar, ggf. Dosis verringern und Monitoring auf Nebenwirkungen von Artesunat. |
| P-Glykoprotein-Inhibitoren | Hemmung des Efflux von Artesunat durch Hemmung des Transporterproteins P-Glykoprotein. Erhöhte Serumkonzentration und (stark) verstärkte Wirkung von Artesunat möglich. | |
| UGT-Induktoren, z. B. Carbamazepin, Phenytoin, Rifampicin, Ritonavir, Nevirapin | Steigerung des Metabolismus von Artesunat. Erniedrigte Serumkonzentration und (stark) verringerte Wirkung von Artesunat möglich. | Falls Kombination unvermeidbar, Monitoring auf mögliche unzureichende Wirkung von Artesunat. |
Die vollständige Auflistung aller Wechselwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen und einschlägigen Wechselwirkungsdatenbanken zu entnehmen.
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| Aminochinoline | ||
|---|---|---|
|
Resochin®
|
P01BA01 | |
|
Plaquenil®, Quensyl®
|
P01BA02 | |
| Biguanide | ||
|---|---|---|
|
Malarone®, Malarone junior®, Malarex®
|
P01BB51 | |
| Methanolchinoline | ||
|---|---|---|
|
Lariam®
|
P01BC02 | |
| Diaminopyrimidine | ||
|---|---|---|
|
Daraprim®
|
P01BD01 | |
| Artemisinin und Derivate, Kombinationen | ||
|---|---|---|
|
Riamet®
|
P01BF01 | |
|
Eurartesim®; Syn: Dihydroartemisinin, DHA
|
P01BF05 | |
| MALARIAMITTEL | ||
|---|---|---|
|
Riamet®
|
P01BF01 | |
|
Eurartesim®; Syn: Dihydroartemisinin, DHA
|
P01BF05 | |
|
Malarone®, Malarone junior®, Malarex®
|
P01BB51 | |
|
Resochin®
|
P01BA01 | |
|
Plaquenil®, Quensyl®
|
P01BA02 | |
|
Lariam®
|
P01BC02 | |
|
Daraprim®
|
P01BD01 | |
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