Crovalimab ist ein rekombinanter humanisierter monoklonaler Antikörper auf der Basis von Immunglobulin G1 (IgG1), der mit hoher Affinität spezifisch an das Komplementprotein C5 des Komplementsystems bindet, dessen Spaltung in C5a und C5b hemmt und so die Bildung des Membranangriffskomplexes (MAC, membrane attack complex) verhindert. Crovalimab verursacht eine Hemmung der terminalen Komplementaktivität. Bei Patienten mit PNH hemmt Crovalimab die terminale komplementvermittelte intravaskuläre Hämolyse.
Die Exposition war bei pädiatrischen Patienten ab 12 Jahren mit einem Gewicht von 40 kg und mehr (n=12, 13 - 17 Jahre) mit der von erwachsenen Patienten vergleichbar.
[SmPC Piasky]
Injektions-/Infusionslösung 340 mg
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.
Präparat im Handel:
| Präparat | Darreichungsform | Stärke (Crovalimab) | Applikationsweg | Natriumgehalt | Problematische Hilfsstoffe | Anwendungshinweis | Altersangabe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Piasky®▼ | Injektions-/Infusionslösung | 340 mg | Intravenös/subkutan | k.A. | - | Intravenös: Verdünnung gemäß Fachinformation. Über einen Zeitraum von 60 Minuten ± 10 Minuten (1000 mg) oder 90 Minuten ± 10 Minuten (1500 mg) zu verabreichen. Subkutan: in den Bauch zu injizieren. |
ab 12 Jahren und einem Körpergewicht ≥40 kg |
k.A.: keine Angabe, ▼ unterliegt zusätzlicher Überwachung – Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden
Die Fachinformation wurde am 13.04.2026 aufgerufen.
Lieferengpässe für Humanarzneimittel in Deutschland (ohne Impfstoffe)
| Paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH) |
|---|
|
GFR ≥10 mL/min/1.73m2: Dosisanpassung nicht erforderlich.
GFR <10 mL/min/1.73m2: Eine allgemeine Empfehlung kann nicht gegeben werden.
Bei pädiatrischen PNH-Patienten mit einem Körpergewicht von ≥ 40 kg (13 bis 17 Jahre, n=12) zeigte sich ein ähnliches Sicherheitsprofil wie bei erwachsenen PNH-Patienten.
Sehr häufig (>10 %): Infektionen der oberen Atemwege (16,7 %), Harnwegsinfektionen (16,7 %), Ermüdung (Fatigue) (16,7 %), Fieber (16,7 %),
Häufig (1-10 %): Kopfschmerzen (8,3 %), Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion (8,3 %) und injektionsbedingte Reaktionen (8,3 %).
[SmPC Piasky]
Sehr häufig (>10 %): Infektion der oberen Atemwege, Immunkomplex-vermittelte Reaktion (Typ III), Kopfschmerzen, Fieber, Reaktion im Zusammenhang mit einer Infusion
Häufig (1-10 %): Pneumonie, Atemwegsinfektion, Harnwegsinfektion, Nasopharyngitis, Überempfindlichkeit, Abdominalschmerz, Diarrhö, Ausschlag, Arthralgie, Asthenie, Ermüdung (Fatigue), injektionsbedingte Reaktion
Gelegentlich (0,1-1 %): Sepsis, septischer Schock, Bakteriämie, Pyelonephritis, Reaktion an der Injektionsstelle
Die vollständige Auflistung aller unerwünschter Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Haben Sie den Verdacht auf eine Nebenwirkung?
Die Meldung ist sehr wichtig, um das Nutzen-Risiko-Verhältnis eines Arzneimittels ständig zu überwachen. Das gilt besonders, wenn Medikamente bei Kindern außerhalb der zugelassenen Anwendung (off-label) eingesetzt werden.
Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Aufgrund seines Wirkmechanismus kann die Anwendung von Crovalimab die Anfälligkeit des Patienten für Meningokokken-Infektionen (Septikämie und/oder Meningitis) erhöhen. Bei Patienten, die mit terminalen Komplementinhibitoren behandelt wurden, wurden Fälle von schwerwiegenden oder tödlichen Meningokokken-Infektionen/-Sepsis berichtet, was eine bekannte Klassenwirkung ist. Meningokokken-Infektionen können schnell lebensbedrohlich oder tödlich werden, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Um das Infektionsrisiko zu reduzieren, müssen alle Patienten mindestens 2 Wochen vor der ersten Crovalimab-Dosis mit einem tetravalenten Meningokokken-Impfstoff geimpft werden. Wenn bei einem ungeimpften Patienten eine sofortige Behandlung mit Crovalimab angezeigt ist, sollte die erforderliche Impfung so schnell wie möglich verabreicht werden, und die Patienten sollten vom Zeitpunkt des Beginns der Crovalimab-Behandlung bis 2 Wochen nach der Impfung eine Antibiotikaprophylaxe erhalten.
Zur Vorbeugung gegen die häufig pathogenen Meningokokken-Serogruppen werden, sofern verfügbar, Impfstoffe gegen die Serogruppen A, C, Y, W und B empfohlen. Die Patienten müssen ihren Impfstatus gemäß den geltenden lokalen Impfleitlinien auf dem aktuellen Stand halten. Wenn der Patient von einer anderen Behandlung mit einem terminalen Komplementinhibitor umgestellt wird, hat der Arzt zu überprüfen, ob die Meningokokken-Impfung gemäß den lokalen Richtlinien für die Impfung aktuell ist. Die Impfung kann das Komplementsystem weiter aktivieren. Infolgedessen kann es bei Patienten mit komplementvermittelten Erkrankungen, einschließlich PNH, zu einer vorübergehenden Verschlechterung der Anzeichen und Symptome der Grunderkrankung, wie z. B. Hämolyse, kommen. Daher sind die Patienten nach der empfohlenen Impfung engmaschig auf Krankheitssymptome zu überwachen.
Möglicherweise reicht die Impfung nicht aus, um eine Meningokokken-Infektion zu verhindern. Die prophylaktische Anwendung antibakterieller Wirkstoffe ist auf der Grundlage lokaler Empfehlungen abzuwägen. Alle Patienten sind auf frühe Anzeichen einer Meningokokken-Infektion zu überwachen, bei Verdacht auf eine Infektion sofort zu untersuchen und bei Bedarf mit geeigneten Antibiotika zu behandeln. Die Patienten sind über diese Anzeichen und Symptome aufzuklären sowie über die zu unternehmenden Schritte zu informieren, damit sie sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen können. Die Ärzte müssen den Nutzen und die Risiken einer Behandlung mit Piasky mit den Patienten besprechen und ihnen einen Leitfaden für Patienten/Betreuungspersonen und einen Patientenpass aushändigen. Gemäß den jährlichen Erinnerungen hat das medizinische Fachpersonal sicherzustellen, dass die Impfungen der Patienten auf dem neuesten Stand sind.
[SmPC Piasky]
Für allgemeingültige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen informieren Sie sich bitte in den aktuellen Fachinformationen.
Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.
In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.
| Selektive Immunsuppressiva | ||
|---|---|---|
|
Orencia®
|
L04AA24 | |
|
Otezla®
|
L04AA32 | |
|
Olumiant®
|
L04AA37 | |
|
Arava®
|
L04AA13 | |
|
Cellcept®, Mowel®, Myclausen, Myfenax®; Syn: MMF, Mycophenolat, Mycophenolsäure
|
L04AA06 | |
|
Aubagio®
|
L04AA31 | |
|
Rinvoq®
|
L04AA44 | |
| Tumornekrosefaktor alpha (TNF-alpha)-Inhibitoren | ||
|---|---|---|
|
Humira®, Imraldi®, Halimatoz®, Hefiya®, Hulio®, Hyrimoz®, Idacio®, Amsparity®
|
L04AB04 | |
|
Enbrel® , Benepali® , Erelzi®
|
L04AB01 | |
|
Gobivaz, Simponi®
|
L04AB06 | |
|
Remicade®, Inflectra®, Remsima®, Zessly®, Flixabi®
|
L04AB02 | |
| Interleukin-Inhibitoren | ||
|---|---|---|
|
Kineret®
|
L04AC03 | |
|
Simulect®
|
L04AC02 | |
|
Ilaris®
|
L04AC08 | |
|
Taltz®
|
L04AC13 | |
|
Enspryng®
|
L04AC19 | |
|
Cosentyx®
|
L04AC10 | |
|
RoActemra®
|
L04AC07 | |
|
Fymskina, Imuldosa, Otulfi, Stelara®
|
L04AC05 | |
| Calcineurin-Inhibitoren | ||
|---|---|---|
|
Cicloral, Deximune, Immunosporin, Sandimmun, Syn: CSA, Cyclosporin
|
L04AD01 | |
|
Advagraf®, Prograf®, Modigraf®, Crilomus®, Envarsus®, Dailiport®, Tacni®, Tacpan®, Tacro-cell®
|
L04AD02 | |
| Andere Immunsuppressiva | ||
|---|---|---|
|
Azafalk®, Imurek, Jayempi
|
L04AX01 | |
|
Lantarel®, Metex®, Nordimet®, Trexject®; Syn: MTX; weitere ATC-Codes: M01CX01, L01BA01
|
L04AX03 | |
| IMMUNSUPPRESSIVA | ||
|---|---|---|
|
Orencia®
|
L04AA24 | |
|
Humira®, Imraldi®, Halimatoz®, Hefiya®, Hulio®, Hyrimoz®, Idacio®, Amsparity®
|
L04AB04 | |
|
Kineret®
|
L04AC03 | |
|
Otezla®
|
L04AA32 | |
|
Azafalk®, Imurek, Jayempi
|
L04AX01 | |
|
Olumiant®
|
L04AA37 | |
|
Simulect®
|
L04AC02 | |
|
Benlysta®
|
L04AG04 | |
|
Ilaris®
|
L04AC08 | |
|
Cicloral, Deximune, Immunosporin, Sandimmun, Syn: CSA, Cyclosporin
|
L04AD01 | |
|
Soliris®
|
L04AJ01 | |
|
Enbrel® , Benepali® , Erelzi®
|
L04AB01 | |
|
Afinitor®, Certican®, Votubia®
|
L04AH02 | |
|
Gilenya®
|
L04AE01 | |
|
Gobivaz, Simponi®
|
L04AB06 | |
|
Remicade®, Inflectra®, Remsima®, Zessly®, Flixabi®
|
L04AB02 | |
|
Taltz®
|
L04AC13 | |
|
Arava®
|
L04AA13 | |
|
Lantarel®, Metex®, Nordimet®, Trexject®; Syn: MTX; weitere ATC-Codes: M01CX01, L01BA01
|
L04AX03 | |
|
Cellcept®, Mowel®, Myclausen, Myfenax®; Syn: MMF, Mycophenolat, Mycophenolsäure
|
L04AA06 | |
|
Ultomiris®
|
L04AJ02 | |
|
Litfulo®
|
L04AF08 | |
|
Enspryng®
|
L04AC19 | |
|
Cosentyx®
|
L04AC10 | |
|
Rapamune®
|
L04AH01 | |
|
Advagraf®, Prograf®, Modigraf®, Crilomus®, Envarsus®, Dailiport®, Tacni®, Tacpan®, Tacro-cell®
|
L04AD02 | |
|
Aubagio®
|
L04AA31 | |
|
RoActemra®
|
L04AC07 | |
|
Xeljanz®
|
L04AF01 | |
|
Rinvoq®
|
L04AA44 | |
|
Fymskina, Imuldosa, Otulfi, Stelara®
|
L04AC05 | |
| Sphingosin-1-phosphat (S1P)-Rezeptor-Modulatoren | ||
|---|---|---|
|
Gilenya®
|
L04AE01 | |
| Janus-assoziierte Kinase (JAK)-Inhibitoren | ||
|---|---|---|
|
Litfulo®
|
L04AF08 | |
|
Xeljanz®
|
L04AF01 | |
| Monoklonale Antikörper | ||
|---|---|---|
|
Benlysta®
|
L04AG04 | |
| Mammalian target of rapamycin (mTOR)-Kinase-Inhibitoren | ||
|---|---|---|
|
Afinitor®, Certican®, Votubia®
|
L04AH02 | |
|
Rapamune®
|
L04AH01 | |
| Komplement-Inhibitoren | ||
|---|---|---|
|
Soliris®
|
L04AJ01 | |
|
Ultomiris®
|
L04AJ02 | |