Letermovir

Wirkstoff
Letermovir
Handelsname
Prevymis®
ATC-Code
J05AX18

Zulassung
Dosierungsempfehlungen

Präparate
Pharmakodynamik und -kinetik
Nierenfunktionsstörungen
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Kontraindikationen
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wechselwirkungen
Wirkstoffe der gleichen ATC-Klasse
Referenzen
Änderungsverzeichnis

Pharmakodynamik

Letermovir hemmt den CMV-DNA-Terminase-Kom­plex, welcher für die Spaltung und Verpackung viraler Nachkommen-DNA erforderlich ist. Letermovir beeinflusst die Bildung von Genomen einheitlicher Länge und beeinträchtigt die Virion‑Reifung. 

Pharmakokinetik bei Kindern

Die AUC von Letermovir bei pädiatrischen HSCT-Empfängern wurde mithilfe einer populationspharmakokinetischen Analyse unter Verwendung von beobachteten PK-Daten geschätzt. Die Expositionen für pädiatrische HSCT-Empfänger in allen Körpergewichtsbereichen liegen im Bereich der Expositionen, die bei den HSCT-Referenzexpositionen für Erwachsene erreicht werden. [SmPC Prevymis]

Zulassung der Dosierungsempfehlungen

  • Prophylaxe ei­ner Cytome­galievirus(CMV)‑Reaktivierung und ‑Er­krankung bei CMV‑se­ropositiven Empfängern [R+] ei­ner allogenen hämatopoetischen Stamm­zell­trans­plan­tation (HSCT)
    • oral
      • ≥5 kg: zugelassen
    • intravenös
      • ≥5 kg: zugelassen
  • Prophylaxe ei­ner Cytome­galievirus(CMV)-Er­krankung bei CMV-se­ronegativen Empfängern einer Nie­ren­trans­plan­tation von ei­nem CMV-se­ropositiven Spender [D+/R–]
    • oral
      • ≥40 kg: zugelassen
    • intravenös
      • ≥40 kg: zugelassen

Auszug aus Fachinformation Auszug aus Fachinformation

Textauszug aus Fachinformation

Oral zur
- Prophylaxe ei­ner Cytome­galievirus(CMV)‑Reaktivierung und ‑Er­krankung bei erwachsenen und pä­di­atrischen CMV‑se­ropositiven Empfängern [R+] ei­ner allogenen hämatopoetischen Stamm­zell­trans­plan­tation (hematopoietic stem cell transplant [HSCT]) mit ei­nem Gewicht von mindestens 5 kg.
- Prophylaxe ei­ner CMV-Er­krankung bei CMV-se­ronegativen erwachsenen und pä­di­atrischen Patienten mit ei­nem Gewicht von mindestens 40 kg , die eine Nie­ren­trans­plan­tation von ei­nem CMV-se­ropositiven Spender erhalten haben [D+/R–].

Die Be­handlung mit Letermovir sollte durch einen Arzt eingeleitet werden, der über Er­fahrungen in der Be­handlung von Patienten verfügt, die eine allogene hämatopoetische Stamm­zell­trans­plan­tation oder eine Nie­ren­trans­plan­tation erhalten haben.

Bei pädiatrischen Patienten mit ei­nem Gewicht unter 30 kg kann eine Dosis­an­pas­sung erforderlich sein, wenn zwischen oraler und intravenöser Darreichungsform gewechselt wird. 

Kinder <5 kg (HSCT) bzw. <40 kg (Nierentransplantation):
Die Sicherheit und Wirk­samkeit von Letermovir bei HSCT-Patienten mit ei­nem Gewicht unter 5 kg sowie von Patienten mit ei­ner Nie­ren­trans­plan­tation mit ei­nem Gewicht unter 40 kg wurde nicht untersucht. Es liegen keine Daten vor. Auf Ba­sis ei­ner pharmakokinetischen/pharmakodynamischen Extrapolation konnte keine Empfehlung zur Dosierung bei Patienten mit Nie­ren­trans­plan­tation mit ei­nem Gewicht unter 40 kg gegeben werden.

HSCT:
Pädiatrische Patienten mit ei­nem Gewicht unter 30 kg, die eine HSCT erhalten haben:
Die empfohlenen Dosen von Letermovir für pädiatrische Patienten mit ei­nem Gewicht unter 30 kg sind unten aufgeführt. Letermovir sollte einmal täglich an­ge­wendet werden.

Körpergewicht                             Gabe ohne Ci­clo­spo­rin                            Gabe mit Ci­clo­spo­rin
       Orale Tagesdosis Anzahl der Letermovir Beutel einmal täglich         Orale Tagesdosis Anzahl der Letermovir Beutel einmal täglich
15 kg bis unter 30 kg 240 mg Zwei 120 mg Beutel 120 mg Ein 120 mg Beutel
7,5 kg bis unter 15 kg 120 mg Ein 120 mg Beutel 60 mg Drei 20 mg Beutel
5 kg bis unter 7,5 kg 80 mg Vier 20 mg Beutel 40 mg Zwei 20 mg Beutel

Bei Patienten, die Ta­blet­ten schlucken können, können Letermovir Film­ta­blet­ten an­ge­wendet werden.

Dosis­an­pas­sung bei pädiatrischen Patienten mit ei­nem Gewicht unter 30 kg, die eine HSCT erhalten haben
Wenn orales Letermovir gleichzeitig mit Ci­clo­spo­rin an­ge­wendet wird, sollte die Letermovir-Do­sis re­du­ziert werden.

Wird Ci­clo­spo­rin nach dem Beginn der Be­handlung mit Letermovir eingeleitet, sollte die nächste Letermovir-Do­sis der täglichen oralen Do­sis ent­sprechen, die zusammen mit Ci­clo­spo­rin an­ge­wendet wird.
Wird Ci­clo­spo­rin nach dem Beginn der Be­handlung mit Letermovir abgesetzt, sollte die nächste Letermovir-Do­sis der täglichen oralen Do­sis ent­sprechen, die ohne Ci­clo­spo­rin an­ge­wendet wird.
Wird die Ci­clo­spo­rin-Dosierung aufgrund von zu hohen Ci­clo­spo­rin-Spiegeln vorübergehend unterbrochen, ist keine Dosis­an­pas­sung von Letermovir erforderlich.

Erwachsene und pädiatrische Patienten mit ei­nem Gewicht von mindestens 30 kg, die eine HSCT erhalten haben:
Die empfohlene Do­sis von Letermovir beträgt 480 mg einmal täglich, die mit vier Beuteln mit je 120 mg an­ge­wendet werden kann.

Dosis­an­pas­sung bei erwachsenen Patienten und pädiatrischen Patienten mit ei­nem Gewicht von mindestens 30 kg, die eine HSCT erhalten haben:
Wenn Letermovir in Kombination mit Ci­clo­spo­rin an­ge­wendet wird, sollte die Do­sis von Letermovir auf 240 mg einmal täglich re­du­ziert werden.
Wird Ci­clo­spo­rin nach dem Beginn der Be­handlung mit Letermovir eingeleitet, sollte die nächste Do­sis von Letermovir auf 240 mg einmal täglich re­du­ziert werden.
Wird Ci­clo­spo­rin nach dem Beginn der Be­handlung mit Letermovir abgesetzt, sollte die nächste Do­sis von Letermovir auf 480 mg einmal täglich erhöht werden.
Wird die Ci­clo­spo­rin-Dosierung aufgrund von zu hohen Ci­clo­spo­rin-Spiegeln vorübergehend unterbrochen, ist keine Dosis­an­pas­sung von Letermovir erforderlich.

Nie­ren­trans­plan­tation:
Erwachsene und pädiatrische Patienten mit ei­nem Gewicht von mindestens 40 kg, die eine Nie­ren­trans­plan­tation erhalten haben:
Die empfohlene Do­sis von Letermovir beträgt 480 mg einmal täglich, die mit vier Beuteln mit je 120 mg an­ge­wendet werden kann.

Dosis­an­pas­sung bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten mit ei­nem Gewicht von mindestens 40 kg, die eine Nie­ren­trans­plan­tation erhalten haben:
Wenn Letermovir in Kombination mit Ci­clo­spo­rin an­ge­wendet wird, sollte die Do­sis von Letermovir auf 240 mg einmal täglich re­du­ziert werden.
Wird Ci­clo­spo­rin nach dem Beginn der Be­handlung mit Letermovir eingeleitet, sollte die nächste Do­sis von Letermovir auf 240 mg einmal täglich re­du­ziert werden.
Wird Ci­clo­spo­rin nach dem Beginn der Be­handlung mit Letermovir abgesetzt, sollte die nächste Do­sis von Letermovir auf 480 mg einmal täglich erhöht werden.
Wird die Ci­clo­spo­rin-Dosierung aufgrund von zu hohen Ci­clo­spo­rin-Spiegeln vorübergehend unterbrochen, ist keine Dosis­an­pas­sung von Letermovir erforderlich.

[Ref.]

Intravenös zur
- Prophylaxe ei­ner Cytome­galievirus(CMV)‑Reaktivierung und ‑Er­krankung bei erwachsenen und pä­di­atrischen CMV‑se­ropositiven Empfängern [R+] ei­ner allogenen hämatopoetischen Stamm­zell­trans­plan­tation (hematopoietic stem cell transplant [HSCT]) mit ei­nem Gewicht von mindestens 5 kg.
- Prophylaxe ei­ner CMV-Er­krankung bei CMV-se­ronegativen erwachsenen und pä­di­atrischen Patienten mit ei­nem Gewicht von mindestens 40 kg, die eine Nie­ren­trans­plan­tation von ei­nem CMV-se­ropositiven Spender erhalten haben [D+/R–].

Die Be­handlung mit Letermovir sollte durch einen Arzt eingeleitet werden, der über Er­fahrungen in der Be­handlung von Patienten verfügt, die eine allogene hämatopoetische Stamm­zell­trans­plan­tation oder eine Nie­ren­trans­plan­tation erhalten haben.

Bei pädiatrischen Patienten mit ei­nem Gewicht unter 30 kg kann eine Dosis­an­pas­sung erforderlich sein, wenn zwischen oraler und intravenöser Darreichungsform gewechselt wird. 

Kinder <5 kg (HSCT) bzw. <40 kg (Nierentransplantation):
Die Sicherheit und Wirk­samkeit von Letermovir bei HSCT-Patienten mit ei­nem Gewicht unter 5 kg sowie von Patienten mit ei­ner Nie­ren­trans­plan­tation mit ei­nem Gewicht unter 40 kg wurde nicht untersucht. Es liegen keine Daten vor. Auf Ba­sis ei­ner pharmakokinetischen/pharmakodynamischen Extrapolation konnte keine Empfehlung zur Dosierung bei Patienten mit Nie­ren­trans­plan­tation mit ei­nem Gewicht unter 40 kg gegeben werden.

HSCT:
Pädiatrische Patienten mit ei­nem Gewicht unter 30 kg, die eine HSCT erhalten haben:
Die empfohlenen Dosen von Letermovir für pädiatrische Patienten mit ei­nem Gewicht unter 30 kg sind unten aufgeführt. Letermovir sollte einmal täglich an­ge­wendet werden.

Körpergewicht Intravenöse Tagesdosis mit oder ohne Ciclosporin
15 kg bis unter 30 kg 120 mg
7,5 kg bis unter 15 kg 60 mg
5 kg bis unter 7,5 kg 40 mg

Dosis­an­pas­sung bei pädiatrischen Patienten mit ei­nem Gewicht unter 30 kg, die eine HSCT erhalten haben:
Wenn intravenöses Letermovir gleichzeitig mit Ci­clo­spo­rin gegeben wird, ist keine Anpassung der Letermovir-Do­sis erforderlich.

Erwachsene und pädiatrische Patienten mit ei­nem Gewicht von mindestens 30 kg, die eine HSCT erhalten haben:
Die empfohlene Do­sis von Letermovir beträgt 480 mg einmal täglich.

Dosis­an­pas­sung bei erwachsenen Patienten und pädiatrischen Patienten mit ei­nem Gewicht von mindestens 30 kg, die eine HSCT erhalten haben:
Wenn Letermovir in Kombination mit Ci­clo­spo­rin an­ge­wendet wird, sollte die Do­sis von Letermovir auf 240 mg einmal täglich re­du­ziert werden.
Wird Ci­clo­spo­rin nach dem Beginn der Be­handlung mit Letermovir eingeleitet, sollte die nächste Do­sis von Letermovir auf 240 mg einmal täglich re­du­ziert werden.
Wird Ci­clo­spo­rin nach dem Beginn der Be­handlung mit Letermovir abgesetzt, sollte die nächste Do­sis von Letermovir auf 480 mg einmal täglich erhöht werden.
Wird die Ci­clo­spo­rin-Dosierung aufgrund von zu hohen Ci­clo­spo­rin-Spiegeln vorübergehend unterbrochen, ist keine Dosis­an­pas­sung von Letermovir erforderlich.

Nie­ren­trans­plan­tation:
Erwachsene und pädiatrische Patienten mit ei­nem Gewicht von mindestens 40 kg, die eine Nie­ren­trans­plan­tation erhalten haben:
Die empfohlene Do­sis von Letermovir beträgt 480 mg einmal täglich.

Dosis­an­pas­sung bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten mit ei­nem Gewicht von mindestens 40 kg, die eine Nie­ren­trans­plan­tation erhalten haben:
Wenn Letermovir in Kombination mit Ci­clo­spo­rin an­ge­wendet wird, sollte die Do­sis von Letermovir auf 240 mg einmal täglich re­du­ziert werden.
Wird Ci­clo­spo­rin nach dem Beginn der Be­handlung mit Letermovir eingeleitet, sollte die nächste Do­sis von Letermovir auf 240 mg einmal täglich re­du­ziert werden.
Wird Ci­clo­spo­rin nach dem Beginn der Be­handlung mit Letermovir abgesetzt, sollte die nächste Do­sis von Letermovir auf 480 mg einmal täglich erhöht werden.
Wird die Ci­clo­spo­rin-Dosierung aufgrund von zu hohen Ci­clo­spo­rin-Spiegeln vorübergehend unterbrochen, ist keine Dosis­an­pas­sung von Letermovir erforderlich.

[Ref.]

Präparate im Handel

Granulat im Beutel 20 mg, 120 mg
Filmtabletten 240 mg, 480 mg
Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung 240 mg, 480 mg

Präparate im Handel:

Präparat Darreichungsform Stärke (Letermovir) Applikationsweg Natriumgehalt Problematische Hilfsstoffe Anwendungshinweis Altersangabe
PREVYMIS®  Granulat 20 mgSo
120 mgSo
oral „natriumfrei“ Lac­to­se  Nicht zerdrücken oder kauen. Mit 1–3 Teelöffeln weicher Nahrung oder über eine nasogastrale Sonde (NG-Sonde) oder eine perkutane Magensonde (PEG-Sonde) geben. ab 5 kg
PREVYMIS®  Film­ta­blet­ten 240 mgT0,S0,M0
480 mgT0,S0,M0
oral „natri­umfrei“ Lactose Einnahme mit oder ohne Nahrung. ab 15 kg
PREVYMIS®  Konzentrat zur Herstellung ei­ner Infusionslösung 20 mg/mL (240 mg/Durchstechflasche, 480 mg/Durchstechflasche) intravenös 23 mg pro 240 mg Durchstechflasche
46 mg pro 480 mg Durchstechflasche
Cyclodextrin Verdünnung gemäß Fachinformation. Danach über einen peripheren oder zen­tra­len Venenkatheter über einen Zeitraum von insgesamt et­wa 60 Minuten geben.
Über einen ste­rilen 0,2 µm oder 0,22 µm Polyethersul­fon(PES)‑Inline-Filter anwenden.
ab 5 kg


T0: nicht teilbar, M0: nicht mörserbar,  So: sondengängig, S0: nicht suspendierbar, „natriumfrei“: weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Einheit

Die Fachinformationen wurden am 15.10.2026 aufgerufen.

Lieferengpässe/weitere praktische Informationen

Lieferengpässe für Humanarzneimittel in Deutschland (ohne Impfstoffe)

Dosierungsempfehlungen

Prophylaxe ei­ner Cytome­galievirus(CMV)‑Reaktivierung und ‑Er­krankung bei CMV‑se­ropositiven Empfängern [R+] ei­ner allogenen hämatopoetischen Stamm­zell­trans­plan­tation (HSCT)
  • Oral
    • 15 bis 30 kg
      [1]
      • 240 mg/Tag in 1 Dosis
      • bei Kombination mit Ciclosporin: 120 mg/Tag in 1 Dosis

        • Bei vorübergehendem Absetzen von Ciclosporin ist keine Dosisanpassung erforderlich.
        • Nach Absetzen von Ciclosporin sollte die Dosis auf 240 mg/Tag in 1 Dosis erhöht werden.
    • ≥ 30 kg
      [1]
      • 480 mg/Tag in 1 Dosis
      • bei Kombination mit Ciclosporin: 240 mg/Tag in 1 Dosis

        • Bei vorübergehendem Absetzen von Ciclosporin ist keine Dosisanpassung erforderlich.
        • Nach Absetzen von Ciclosporin sollte die Dosis auf 480 mg/Tag in 1 Dosis erhöht werden.
  • Intravenös
    • 5 bis 7,5 kg
      [1]
      • 40 mg/Tag in 1 Dosis
      • bei Kombination mit Ciclosporin: Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.

    • 7,5 bis 15 kg
      [1]
      • 60 mg/Tag in 1 Dosis
      • bei Kombination mit Ciclosporin: Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.

    • 15 bis 30 kg
      [1]
      • 120 mg/Tag in 1 Dosis
      • bei Kombination mit Ciclosporin: Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.

    • ≥ 30 kg
      [1]
      • 480 mg/Tag in 1 Dosis
      • bei Kombination mit Ciclosporin: 240 mg/Tag in 1 Dosis

        • Bei vorübergehendem Absetzen von Ciclosporin ist keine Dosisanpassung erforderlich.
        • Nach Absetzen von Ciclosporin sollte die Dosis auf 480 mg/Tag in 1 Dosis erhöht werden.
Prophylaxe ei­ner Cytome­galievirus(CMV)-Er­krankung bei CMV-se­ronegativen Empfängern einer Nie­ren­trans­plan­tation von ei­nem CMV-se­ropositiven Spender [D+/R–]
  • Oral
    • ≥ 40 kg
      [1]
      • 480 mg/Dosis in 1 Dosis
      • bei Kombination mit Ciclosporin: 240 mg/Tag in 1 Dosis

        • Bei vorübergehendem Absetzen von Ciclosporin ist keine Dosisanpassung erforderlich.
        • Nach Absetzen von Ciclosporin sollte die Dosis auf 480 mg/Tag in 1 Dosis erhöht werden.
  • Intravenös
    • ≥ 40 kg
      [1]
      • 480 mg/Dosis in 1 Dosis
      • bei Kombination mit Ciclosporin: 240 mg/Tag in 1 Dosis

        • Bei vorübergehendem Absetzen von Ciclosporin ist keine Dosisanpassung erforderlich.
        • Nach Absetzen von Ciclosporin sollte die Dosis auf 480 mg/Tag in 1 Dosis erhöht werden.

Nierenfunktionsstörungen bei Kindern > 3 Monate

GFR ≥10 ml/min/1.73m2: Dosisanpassung nicht erforderlich.

GFR <10 ml/min/1.73m2: Eine allgemeine Empfehlung zur Dosisanpassung kann nicht gegeben werden.



Klinische Konsequenzen

Das Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält Cyclodextrin. Bei Patienten mit mäßiger oder schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 50 ml/min) oder bei kleinen Kindern (< 2 Jahren): Risiko einer Kumulation von Cyclodextrin. Die Serum-Kreatinin-Spiegel sollten bei diesen Patienten engmaschig überwacht werden. [SmPC Prevymis]

Bei Dialyse

Für Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz (ESRD [end stage renal disease]) mit oder ohne Dialyse ist eine Dosierungsempfehlung nicht möglich. Die Wirksamkeit und Sicherheit bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz wurden nicht nachgewiesen. [SmPC Prevymis]

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen bei Kindern

Die Nebenwirkungen stimmten mit denen überein, die in klinischen Studien mit Letermovir bei Erwachsenen beobachtet wurden. [SmPC Prevymis]

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen allgemein

Häufig (1-10 %): Übelkeit, Diarrhö, Erbrechen

Gelegentlich (0,1-1 %): Überempfindlichkeit, verminderter Appetit, Veränderung der Geschmackswahrnehmung, Kopf­schmerz, Schwindel (Vertigo), abdominaler Schmerz, erhöhte Ala­nin­amino­trans­fer­ase, erhöhte As­par­tat­amino­trans­ferase, Muskelspasmen, Krea­tinin im Blut erhöht, Ermüdung (Fatigue), peripheres Ödem

Die vollständige Auflistung aller unerwünschter Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Kontraindikationen allgemein

  • Die gemeinsame Anwendung mit Pimozid.

  • Die gemeinsame Anwendung mit Mut­ter­korn­alk­a­loi­den.

  • Die gemeinsame Anwendung mit Jo­han­nis­kraut (Hy­pe­ri­cum per­fora­tum).

  • Bei Kombination von Letermovir mit Ci­clo­spo­rin:

    Die gemeinsame Anwendung mit Da­bi­ga­tran, Ator­va­sta­tin, Sim­va­sta­tin, Ro­su­va­sta­tin oder Pitavastatin ist kon­tra­in­di­ziert.

Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen allgemein

Für allgemeingültige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen informieren Sie sich bitte in den aktuellen Fachinformationen.

Wechselwirkungen

Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.

DIREKT WIRKENDE ANTIVIRALE MITTEL

In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.

Nukleoside und Nukleotide, exkl. Inhibitoren der Reversen Transkriptase

Aciclovir - oral und intravenös

Acic®, Wariviron®, Zovirax®
J05AB01

Cidofovir

Vistide®
J05AB12

Ganciclovir

Cymeven®
J05AB06

Remdesivir

Veklury®
J05AB16

Valaciclovir

Valtrex®
J05AB11

Valganciclovir

Valcyte®
J05AB14
Phosphonsäure-Derivate

Foscarnet

Foscavir®
J05AD01
Proteasehemmer

Atazanavir

Reyataz®
J05AE08

Ritonavir

Norvir®
J05AE03
Nukleosidale und nukleotidale Inhibitoren der Reversen Transkriptase

Abacavir

Ziagen®
J05AF06

Emtricitabin

Emtriva®
J05AF09

Entecavir

Baraclude®
J05AF10

Lamivudin

Epivir®, Zeffix®
J05AF05
J05AF13
J05AF07

Zidovudin

Retrovir®
J05AF01
Nicht-Nukleosidale Inhibitoren der Reversen Transkriptase

Doravirin

Pifeltro®
J05AG06

Etravirin

Intelence®
J05AG04

Nevirapin

Viramune®
J05AG01

Rilpivirin

Edurant®, Rekambys®
J05AG05
Neuraminidasehemmer

Oseltamivir

Tamiflu®
J05AH02

Zanamivir

Relenza®, Dectova®
J05AH01
Antivirale Mittel zur Behandlung von HIV Infektionen, Kombinationen
J05AR20
J05AR13
J05AR25
J05AR18
J05AR19
J05AR03
J05AR09

Lopinavir + Ritonavir

Kaletra®; Syn.: LPV
J05AR10
Andere antivirale Mittel

Bulevirtid

Hepcludex®
J05AX28

Dolutegravir

Tivicay®
J05AX12

Raltegravir

Isentress®
J05AX08
J05AX24
Integrase-Inhibitoren

Cabotegravir

Vocabria
J05AJ04
Antivirale Mittel zur Behandlung von Hepatitis C Infektionen
J05AP57
J05AP51

Sofosbuvir

Sovaldi®
J05AP08
J05AP55
DIREKT WIRKENDE ANTIVIRALE MITTEL

Abacavir

Ziagen®
J05AF06

Aciclovir - oral und intravenös

Acic®, Wariviron®, Zovirax®
J05AB01

Atazanavir

Reyataz®
J05AE08
J05AR20

Bulevirtid

Hepcludex®
J05AX28

Cabotegravir

Vocabria
J05AJ04

Cidofovir

Vistide®
J05AB12

Dolutegravir

Tivicay®
J05AX12
J05AR13
J05AR25

Doravirin

Pifeltro®
J05AG06

Emtricitabin

Emtriva®
J05AF09
J05AR18
J05AR19
J05AR03
J05AR09

Entecavir

Baraclude®
J05AF10

Etravirin

Intelence®
J05AG04

Foscarnet

Foscavir®
J05AD01

Ganciclovir

Cymeven®
J05AB06
J05AP57

Lamivudin

Epivir®, Zeffix®
J05AF05
J05AP51

Lopinavir + Ritonavir

Kaletra®; Syn.: LPV
J05AR10

Nevirapin

Viramune®
J05AG01

Oseltamivir

Tamiflu®
J05AH02

Raltegravir

Isentress®
J05AX08

Remdesivir

Veklury®
J05AB16

Rilpivirin

Edurant®, Rekambys®
J05AG05

Ritonavir

Norvir®
J05AE03

Sofosbuvir

Sovaldi®
J05AP08
J05AP55
J05AX24
J05AF13
J05AF07

Valaciclovir

Valtrex®
J05AB11

Valganciclovir

Valcyte®
J05AB14

Zanamivir

Relenza®, Dectova®
J05AH01

Zidovudin

Retrovir®
J05AF01

Referenzen

  1. Merck Sharp & Dohme B.V, EPAR Prevymis (EU/1/17/1245/001-6) Rev 18 , 12/2025
  2. Merck Sharp & Dohme B.V., SmPC PREVYMIS® 240 mg/-480 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung, 04/2025
  3. Merck Sharp & Dohme B.V., SmPC PREVYMIS® 20 mg/-120 mg Granulat im Beutel, 12/2025
  4. Merck Sharp & Dohme B.V., SmPC PREVYMIS® 240 mg/-480 mg Filmtabletten, 04/2025

Änderungsverzeichnis

Therapeutisches Drug Monitoring (TDM)


Überdosierung